Gruppe Akzente zeigt „Dreizehn Positionen“ im Haus Tobias

Landkreis Augsburg Schon beim Öffnen der Tür dringt Klaviermusik, die von leisem Stimmengemurmel der Besucher begleitet wird, aus dem Haus Tobias. Es sind sanfte melodische Töne, die die Stimmung dieses sonnigen Herbsttages unterstreichen. Der Pianist ist der junge Benedikt Ottmann, der ausschließlich Eigenkompositionen spielt. Ein perfekter Rahmen für die dort stattfindende Vernissage. „Dreizehn Positionen“ bieten die Mitglieder der Künstlergruppe Akzente in den nächsten Monaten im Haus Tobias den Betrachtern dar.
Bereits im Eingangsbereich erwarten den Besucher die ersten Bilder. Es sind Horst Gatschers Werke. Er ist der Fotograf unter den Malern, die aus dem Augsburger Land und der Stadt stammen. „Meine Werke kommen durch Entdecken zustande“, so Gatscher. Der Künstler fotografiert mit einer analogen Kamera und bearbeitet seine Fotografien per Hand. „Ich umwickle sie mit Luftpolsterfolie, denn das durchbricht die Schärfe der Wirklichkeit.“ Nach einigen weiteren Schritten werden die Fotografien von Gemälden abgelöst. Eine der in der Ausstellung vertretenen drei Maler ist Ines Roller. „Meine Bilder entstehen spontan und impulsiv“, sagt Ines Roller. Ihre Werke erzählen von persönlichen Erlebnissen und sind von Emotionen begleitet. Die Bilder sind meist in gedeckteren Tönen gehalten.
Bilder erzählen eigene Geschichten
Im Gegensatz dazu stehen Klaus Hochgesands Kreationen. Der Maler wählt seine Motive gezielt aus. Auch erzählen seine Bilder eigene Geschichten, was auch der Grund dafür ist, dass er viele Bilderstrecken malt. Kerstin Thieler-Küchle sagte in ihrer Laudatio: „Seine Werke sind wie Bücher.“
Die letzte Künstlerin des Trios ist Elisabeth Röder, die den ständigen Wandel der Natur auf ihrer Leinwand festhält. „Ich versuche die verschiedenen Erscheinungsbilder unserer Umwelt wiederzugeben“, so die Künstlerin. Hierfür benutzt sie ein breites Spektrum an Farben, die aber alle Erdtönen entsprechen.
Den Farben fügt sie noch Formen hinzu, was dem Betrachter ein Gefühl von Dreidimensionalität vermitteln soll. „Elisabeth ist immer für eine Überraschung gut“, so Thieler-Küchle mit einem Schmunzeln.
Zusammenschluss seit dem Jahr 2003
Die Künstlergruppe Akzente besteht seit dem Jahr 2003, was für eine solche Vereinigung eine lange Zeit sei, sagte Thieler-Küchle. Ein Grund für das lange Bestehen könnte mitunter sein, dass die Künstler unabhängig voneinander in eigenen Ateliers arbeiten und sich lediglich einmal im Monat zum Gedankenaustausch treffen. Man könne noch viel von dieser Gruppe erwarten und sie freue sich auch schon auf weitere Bilder von den anderen Künstlern, so Thieler-Küchle.
Denn diese Vernissage ist nur der Anfang von drei aufeinanderfolgenden Ausstellungen, die sich Dreizehn Positionen nennt. Die nächste findet am 12. Februar statt, bis dahin können weiterhin die Werke von Horst Gatscher, Klaus Hochgesand, Elisabeth Röder und Ines Roller bewundert werden.
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