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13. Oktober 2010 00:55 Uhr

Meitingen

Evangelisches Gemeindehaus: Abriss und Neubau

Das alte evangelische Gemeindehaus in Meitingen wird gerade dem Erdboden gleichgemacht. Die Abrissarbeiten haben am Montag begonnen und sollen bis Ende nächster Woche abgeschlossen sein. Damit wird Platz für den Neubau geschaffen. Von Margret Sturm

Die Abrissarbeiten am evangelischen Gemeindehaus im Meitingen haben begonnen. Ende nächster Woche will man damit fertig sein. Dann kann mit dem geplanten Neubau begonnen werden, der zusammen mit den Außenanlagen den Markt Meitingen auch optisch aufwerten soll. Foto: Marcus Merk
Foto: Marcus Merk

Wie berichtet, sollte das Gemeindehaus eigentlich zunächst nur umgebaut und durch einen Anbau vergrößert werden. Doch dann stellte sich heraus, dass statt der geschätzten Kosten von 650 000 Euro rund 1,25 Millionen Euro aufzubringen wären. Das überstieg die Möglichkeiten der evangelischen Kirchengemeinde in Meitingen. Deshalb wurde das Architekturbüro Obel und Partner (Donauwörth) damit beauftragt, einen neuen, umsetzbaren Plan für einen Anbau zu erarbeiten, wobei das bestehende Gemeindehaus nach den bereits vorliegenden Plänen umgebaut werden sollte. Insgesamt wollte man höchstens 800 000 Euro ausgeben.

Doch dann kam alles ganz anders. Von einem Anbau an die Kirche ist nicht mehr die Rede, vielmehr wird nun das alte Gemeindehaus komplett abgerissen und ein Neubau errichtet. Pfarrer Markus Maiwald erläutert: "Eine Sanierung des alten Gebäudes hat sich als viel zu teuer herausgestellt. Es wären auch zu viele Unwägbarkeiten damit verbunden gewesen und energetisch betrachtet hätte es ebenfalls keinen Sinn gemacht."

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So wird nun ein Neubau erstellt, der rund 927 000 Euro kosten wird. Es soll ein ansprechendes, repräsentatives Gebäude werden, das zusammen mit seinen Außenanlagen den Markt Meitingen auch optisch aufwerten soll. Aus diesem Grund gibt es auch Mittel aus der Städtebauförderung für das Projekt. Beantragt hat der Markt Meitingen 248 000 Euro.

Damit ist die Frage, wie die evangelische Kirchengemeinde Meitingen die Kosten stemmen will, schon zu einem guten Teil beantwortet. Pfarrer Maiwald und Petra Schneewind, Vorsitzende des Bauausschusses der Kirchengemeinde: "Wir hoffen, dass es Mittel aus der Städtebauförderung geben wird." Schließlich, so Pfarrer Maiwald, seien im Gemeindehaus schon jetzt viele Gruppen untergebracht, die dem Gemeinwohl dienten.

Bürgermeister Dr. Michael Higl bestätigt, dass mit der evangelischen Kirchengemeinde ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen wird, der die Verpflichtung beinhaltet, die Räume 25 Jahre lang auch der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, zum Beispiel als Wahllokal oder als Raum für Jugend-, Behinderten- und Sozialarbeit, wie das bereits jetzt schon der Fall sei.

Kernstück des neuen Gebäudes ist ein rund 122 Quadratmeter großer Gemeindesaal im Erdgeschoss. Zu erreichen ist er über ein Foyer, von dem aus man auch in die Kirche gelangt. Im Keller sind weitere vier Gruppenräume vorgesehen.

An dem Gotteshaus selbst sind außen keine Änderungen geplant, lediglich der Eingang wird nach Osten verschoben. Innen soll dort, wo bis jetzt die Sakristei ist, ein rund 28 Quadratmeter großer Gruppenraum entstehen. Und wo bis jetzt die Toiletten sind, wird die Sakristei untergebracht. Die WC-Anlagen sind dagegen künftig alle im Neubau zu finden.

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