Im Fahrstuhl zwischen Leben und Tod: Ein Thema, das sperrig klingt. Muss es aber nicht sein. Das zeigt zumindest das Theaterstück "Hotel zu den zwei Welten", das die Schauspielgruppe Neusäß auf die Bühne bringt.

Neusäss. Im Fahrstuhl zwischen Leben und Tod: Ein auf den ersten Blick sperriges Thema bringt Eric-Emmanuel Schmitt in seinem Theaterstück "Hotel zu den zwei Welten" auf die Bühne. Die Schauspielgruppe Neusäß wählte das Drama für ihre neue Produktion und setzt mit einer Eigenproduktion die Reihe mit Stücken des französischen Dramatikers fort, die mit erfolgreichen Gastspielen in der Neusässer Stadthalle begonnen hat. Premiere ist am Samstag, 13. März, um 19.30 Uhr in der Aula der Ägidiusschule.
"Das Stück hat uns schon beim Lesen so beeindruckt - so sehr, dass wir es fast einstimmig ausgewählt haben, obwohl es nicht für alle Spielinteressenten eine Rolle enthält", erzählt Regisseurin Sigrid Ihlenfeldt. "Allerdings gibt es uns wieder Gelegenheit, zwei Spieler aus unserer Jugendgruppe mit anspruchsvollen Rollen zu betrauen."
Auch technisch ist die Schauspielgruppe diesmal gefragt: Die Bühne braucht einen Fahrstuhl, der sich selbsttätig öffnet und schließt, und einen Monitor, auf welchem immer wieder geheimnisvolle Zeichen erscheinen. "Im Hotel zu den zwei Welten" treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander. Sie müssen als Komapatienten warten, wie sich ihr Schicksal entscheidet. Während der eine diese Ungewissheit nicht ertragen kann, findet ein anderer sogar Genuss am Warten. Zentral ist der Fahrstuhl. Denn nur er hält die Verbindung nach außen und scheint überdies auch noch selbstständig zu entscheiden, ob die Fahrt nach unten - zurück auf die Erde - oder nach oben in den Tod geht. Bis es aber so weit ist, wachsen Beziehungen unter den Akteuren, geht es um die Dinge des Lebens und auch darum, seinen Blickwinkel zu ändern. Sigrid Ihlenfeldt versichert: "Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas kommt bei diesem Autor der Humor nicht zu kurz." Wer in den vergangenen Jahren in Neusäß schon Schmitts "Oscar und die Dame in Rosa" oder "Kleine Eheverbrechen" gesehen hat, kennt die große Fähigkeit des Dramatikers, selbst schwere Zusammenhänge unterhaltsam und bühnenwirksam zu präsentieren. Und wer nicht, der kann sie jetzt mithilfe der Schauspielgruppe Neusäß kennenlernen.
Aufführungen Premiere ist am, Samstag, 13. März, um 19.30 Uhr, danach Aufführungen an den Freitagen, 26. März sowie 9./16. April sowie Samstag, 20./27. März und 10./17. April und schließlich Sonntag, 14./21./28. März sowie 18. April. Beginn der Vorstellungen ist jeweils um 19.30 Uhr, an den Sonntagen bereits um 17 Uhr, in der Aula der Volksschule bei St. Ägidius, Bürgermeister-Kaifer-Straße 8, Neusäß. (lig)
Kartenvorverkauf bei Bücher Hiemer im Schmutterpark Neusäß, Telefon (08 21) 46 62 88.
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