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04. Februar 2008 19:30 Uhr

Gefängnis: Zuerst müssen Bäume weichen

Noch ist es ein weiter Weg bis zum Bau der neuen Justizvollzugsanstalt (JVA) bei Gablingen. Doch diese Woche sollen im Süden des Areals zumindest rund 600 Bäume gefällt werden, zudem werden erste Vermessungen stattfinden.

Ab April sollen dann die Gebäude auf dem Areal abgebrochen und erste Erdarbeiten beginnen. Dabei gibt es eine Schwierigkeit: Auf dem früheren Militär-Areal könnten unter der Oberfläche noch Munitionsreste vorhanden sein.

"Wir haben das ganze Grundstück untersuchen lassen", so Bauoberrat Christian Lingl vom Staatlichen Bauamt, das die aktuellen Maßnahmen auf dem ehemaligen Flugplatz durchführt. Dabei habe sich gezeigt, dass im südlichen Bereich Fremdstoffe im Boden lagern, vermutlich Munition. Diese müssen vor den eigentlichen Bauarbeiten entfernt werden.

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Die Voruntersuchungen hätten aber laut Lingl auch gezeigt, dass die Belastungen eher gering einzustufen seien. "Rein rechtlich sind das keine Altlasten." Das Bauamt gehe davon aus, dass es keine Probleme geben werde. Ein Großteil der anstehenden Erdarbeiten entfällt auf die Räumung einer alten Bauschuttdeponie. Insgesamt werden rund 4000 Kubikmeter Erde abgebaggert. Die Arbeiten werden von Kampfmitteltechnikern begleitet. Nach dem Abbaggern müsse das Erdreich noch auf Kontamination untersucht werden. Je nach Schwere der Verunreinigung müsse das Material entsorgt werden oder könne für den Bau unter anderem von Lärmschutzwällen benutzt werden, so Christian Lingl.

Zur Sanierung des Geländes gehört auch der Abbruch der vorhandenen Gebäude - ein Wohngebäude sowie fünf Schuppen, darunter der Kugelfang der Schießanlage. Der Abbruch hat ein Volumen von etwa 1500 Kubikmeter. Die Arbeiten sollen zwischen April und Juni stattfinden.

Bürgermeister Kaiser: "Großer Fortschritt für das Gebiet"

Alle Maßnahmen sind nur Vorbereitungen für den JVA-Bau. Der Freistaat hat dafür 840 000 Euro im Haushalt vorgesehen. Gablingens Bürgermeister Pius Kaiser freut sich, dass jetzt etwas auf dem Gelände passiert. Die Gemeinde beträfen die Maßnahmen aber nicht - jetzt seien die anderen am Zug. Lange genug habe Gablingen warten müssen, bis den Ankündigungen endlich Taten gefolgt seien. Dennoch: Der Bau der JVA sei ein "großer Fortschritt für das Gebiet". Die Kommune erhoffe sich vom Bau Impulse für das benachbarte Gewerbegebiet.

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