Freitag, 17. November 2017

11. Juli 2016 07:06 Uhr

Gersthofen

Gersthofer Kunstpreis: Vom „Wühltisch“ bis zum Draht-Vesparoller

101 Künstler bewarben sich heuer um den Gersthofer Kunstpreis. Das Ballonmuseum zeigt nun die Arbeiten des Wettbewerbs

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Am Ende waren noch drei hinzugekommen: 101 Künstler bewarben sich heuer um den Gersthofer Kunstpreis. Welche große Bandbreite die eingesendeten Arbeiten aufweisen, ist noch bis zum Sonntag, 24. Juli, bei einer Ausstellung im Ballonmuseum zu erleben. Ausgezeichnet wurden ein renommierter und ein bislang unbekannter Bewerber.

Den mit 3500 Euro dotierten Preis erhielt heuer Felix Weinold für seinen „Wühltisch“. „Er hat eine Arbeit vorgestellt, die die klassischen Kategorien der Kunstgattungen auflöst und diese in einer Videoarbeit zusammenführt“, sagte der Leitende Direktor der Kunstsammlungen und Museen Augsburg und Sprecher der Expertenjury, Christof Trepesch, in seiner Laudatio. Weinold habe eine geometrische Komposition aus Quadraten und Rechtecken in den Farben Rot, Gelb, Blau und Weiß, die unmittelbar an Piet Mondrians geometrische Kompositionen denken lassen.

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Diese Farbfelder erweisen sich als T-Shirts, die von Kundenhänden Stück für Stück in Zeitlupe aus dem Bild entfernt werden: „Die hastige Gier nach Produkten wird dem Betrachter als endloser Prozess kenntlich gemacht“, so Trepesch weiter.

Auch das Publikum konnte heuer wieder entscheiden. Dessen Stimme fiel mehrheitlich auf einen aus Hasengitterdraht geschaffenen Vesparoller des Gersthofers Bernd Bichmann. Der Beamte erhielt den mit 300 Euro dotieren und wie der Kunstpreis von der VR-Bank gestifteten Publikumspreis. „Für mich ist das der schlagende Beweis, dass Beamte auch produktiv sind“, sagte Kulturreferent Helmut Gieber mit einem Augenzwinkern. Der Kunstpreis sei ein Teil der Unternehmenskultur, die die Region fördern will, sagte Jürgen Reinthaler, Vorstandsmitglied der VR-Bank Handels- und Gewerbebank.

Bürgermeister Michael Wörle verwies auf die 59 Kunstwerke von 46 Künstlern, die in der Ausstellung anlässlich des Kunstpreises zu sehen sind. Deutlich mehr als vor zwei Jahren wird auf bewährte Techniken und Motive zurückgriffen. So zeigt beispielsweise das großformatige Gemälde „Wegelagerer“ nahezu fotorealistisch Menschen, die sich an einem Ufer niedergelassen haben.

Reiner Schwarz-Weiß-Kontrast zeichnet den Holzschnitt „Zusamtal II – Haus, Hof und steigende Felder“ aus. Die Arbeit „Die Medusa kam nicht an“ ist eine beklemmende Collage von Motiven aus Flüchtlingsschiffen auf dem Mittelmeer und ertrunkenen Opfern.

„Knapp entkommen“ wiederum zeigt in einer leicht stilisierten Malweise eine Krankenzimmer-Szene mit leerem Rollstuhl. „Lonely City“ wiederum ist eine nächtliche Stadtszene in eher fahlen Farben, in der ein älteres Ehepaar mit Hund beinahe in den geometrischen Feldern der Architektur mit aufgeht.

Selten sind in der Ausstellung wieder Skulpturen und dreidimensionale Objekte. „Werden und Vergehen“ zeigen schwarze, aufgebrochene Kugelgebilde. Durch die Risse der Oberfläche sind im Inneren Glaseinschlüsse dunkel zu erkennen.

Ausstellung, bis zum Sonntag, 24. Juli, im Gersthofer Ballonmuseum.

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Ein Artikel von
Gerald Lindner

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