Die Gessertshauser haben es in diesem Jahr nicht geschafft, einen eigenen Maibaum aufzustellen. Es hatten sich einfach nicht genug Helfer gemeldet, so Bürgermeisterin Claudia Schuster. Deshalb haben kurzerhand die Gallier aus Wollishausen mit einem kleinen Stangerl ausgeholfen.
Im vergangenen Jahr hatten die Gessertshauser Ortsvereine einen wunderschönen Maibaum aufgestellt. Nur heuer wollte es nicht so recht klappen. Als die Wollishauser Maibaumfreunde beim Kränzebinden für ihren eigenen Maibaum von der Not der Gessertshauser Nachbarn erfuhren, war für Vorsitzenden Herbert Schalk klar, dass man hier einspringen müsse. Als man am Samstag den eigenen Baum aus dem Wald holte, wurde kurzerhand noch ein Zweiter mit aufgeladen, nach Wollishausen transportiert und dort sicher versteckt. Bei der Maibaumwache wurde weiter am Plan gefeilt, ein passender Spruch (von einem unbekannten Dichter) war auch schon parat. Dann ging es ans möglichst lautlose Aufstellen. Schon im vergangenen Jahr hatten die Gessertshauser übrigens Pech mit ihrem Maibaum gehabt: Nach einem Blitzschlag musste der Baum nur wenige Wochen, nachdem er aufgestellt worden war, wieder umgelegt werden.
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