Bonstetten stimmt sich schon jetzt auf das Festjahr 2013 ein

Bonstetten Die Flachsaussaat für das Festjahr 2013 stand in Bonstetten an. Josef Honke, Rudolf Huber und Markus Trägner erledigten die Aufgabe in historischem Gewand während einer Regenpause. Zuvor hatte der historische Berater Dr. Georg Wörishofer den Anlass des historischen Bürgerfestes, das nächstes Jahr ansteht, erläutert. Schließlich ist die Erstnennung eines Ortes von großer Bedeutung und soll durch das Jubiläum alle Bürger zusammenbringen.
Der Flachs, der symbolisch angesät wurde, war vor 950 Jahren die meist angebaute Feldfrucht. Im Herbst soll sie „gerupft“ (geerntet) und im nächsten Jahr verarbeitet werden. Er wird etwa einen Meter hoch. Da das Feld direkt hinter dem Hartplatz der neuen Kindertagesstätte angelegt wurde, können alle Bonstetter das Wachstum, das Hacken („Der Flachs muss neun Mal das Fiadle eines Mädles sehen“ hatte Dr. Wörishofer erklärt) und schließlich die Ernte, das „Rupfen“, beobachten.
Im Bürgersaal verteilte die Gemeinde historische Wecken, die Gerlinde Deil mit Griebenschmalz bestrichen hatte, dazu gab es dunkles Bier und kräftigen Schlehenbrand. So wurde den Bonstettern ein Gefühl davon vermittelt, wie es vor 950 Jahren an Festtagen in ihrem Ort zuging. Die Verantwortlichen des Festkomitees hoffen, dass sich schon durch solche Veranstaltungen möglichst viele Bürger mit der langen Geschichte ihres Ortes identifizieren, egal ob Altbürger oder Zugezogener. (upu)
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