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01. Oktober 2007 20:45 Uhr

Gutes Zeugnis für Rotes Kreuz

Landkreis Augsburg (mgo-) - Schulkinder haben oft Angst vor dem Zeugnis. Auch der Rotkreuz-Kreisverband im Augsburger Land bekam gestern ein Zeugnis ausgestellt, doch von schlechter Laune keine Spur: Schließlich belegte das BRK innerhalb eines Rankings von 110 Kreisverbänden aus ganz Deutschland einen Platz unter den besten zehn. Gestern wurden die Ergebnisse in der Geschäftsstelle in Augsburg vorgestellt.

Die Unternehmensberatung Rosenbaum und Nagy aus Köln, die seit Jahren für das Deutsche Rote Kreuz arbeitet, hat Augsburg-Land und die anderen Kreisverbände in Schwaben unter die Lupe genommen. Als Instrument dazu diente "Check-and-Rate" (CAR), ein System, mit dem insgesamt sechs Aspekte der Arbeit untersucht und einzeln bewertet wurden - unter anderem Marketing, Finanzen und Organisation.

Dabei wurden Statistiken und Bilanzen ausgewertet, Verträge durchgesehen und Interviews geführt. In allen Bereichen erreichte Augsburg-Land laut Unternehmensberater Attila Nagy gute bis sehr gute Noten. Insgesamt erreichte das BRK im Landkreis eine Gesamtnote von 1,78. Im Bereich Führung und Organisation gab es es sogar die Note 1,48 - und Platz 1 im bundesweiten Ranking. "Der Kreisverband hat eine beeindruckende Unternehmenskultur", so Nagy. "Haupt und Ehrenamt ziehen an einem Strang." Vor allem durch diese enge Zusammenarbeit setze sich Augsburg-Land an die Spitze. "Das ist die zentrale Stärke", sagte der Unternehmensberater. Beispiele gibt es viele: Dass zum Beispiel auch einmal Ehrenamtliche der Wasserwacht nachts in der Seniorenbetreuung einspringen, sei einzigartig in Deutschland.

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"Bei uns gibt es ein großes Miteinander", lobte auch der Kreisvorsitzende Max Strehle. Geschäftsführer Günther Geiger untermauerte das Lob mit beeindruckenden Zahlen: Über 3500 Ehrenamtliche engagieren sich, 20 000 unterstützen das BRK mit ihren Beiträgen. "Wir prüfen bei allen Aufgaben, wie sich die Ehrenamtlichen einbringen können", stellte Kreisbereitschaftsleiter Bartholomäus Weinmüller heraus. Bezirksgeschäftsführer Karl Kilburger würde am liebsten eine glatte Eins geben - für einen "Vorzeige-Kreisverband".

Attila Nagy betonte aber auch, dass für die Rotkreuzler in einigen Bereichen noch Verbesserungsbedarf bestehe: etwa bei der Orientierung der Aktivitäten an den Zielgruppen. "Vor allem der Seniorenbereich wird immer wichtiger", so der Unternehmensberater. Bauchschmerzen bereitet dem BRK der Rettungsdienst, bei dem die steigenden Kosten kaum noch von den Kostenträgern - vor allem den Krankenkassen - getragen werden. Hier empfiehlt Nagy "waches und proaktives Handeln".

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