Bürgermeister Peter Wendel sieht die Gemeinde gut gewappnet für die Aufgaben im Jahr 2012. Erweiterung des Sportheims ist eines der großen anstehenden Projekte. Mit Optimismus in die Zukunft

Aystetten „Ein neues Jahr ist wie ein neuer Bankkunde. Solange nichts Nachteiliges bekannt ist, soll man ihm Kredit geben.“ Diesen Vergleich setzte Aystettens Bürgermeister Peter Wendel an den Anfang seiner Ansprache beim Neujahrsempfang im Bürgersaal, zu dem viele Aystetter und Gäste aus der Umgebung, darunter der Neusässer Bürgermeister Hans-Jörg Durz, gekommen waren. „Optimismus“ ist auch für ihn mehr als nur ein Schlagwort, wenn es darum geht, die Zukunft zu gestalten. Mit Zuversicht und Vertrauen könne man neue Wege gehen.
Zur Gestaltung eines Gemeinwesens bedürfe es aktiver, interessierter Bürger. Im vergangenen Jahr seien viele Aufgaben bewältigt worden, die eine Gemeinschaftsleistung erfordert hätten. Die Gewerbeschau im Mai und die Oldtimerrallye im Juli gehörten zu solch wichtigen Ereignissen, erinnerte Peter Wendel. Rund 2000 Euro des Rallye-Startgelds gingen an die Kartei der Not, dem Leserhilfswerk der Augsburger Allgemeinen, 400 Euro flossen in die Aystetter Bürgerstiftung, die wiederum den Bau einer neuen Schulturnhalle in Aystetten unterstützen werde.
Gemeinde belegte ersten Platz beim Landkreis-TÜV
„Der Gemeinde geht es gut“, betonte Peter Wendel. Lebensqualität und Freizeitwert seien „hervorragend“. Kindertagesstätte, Grundschule, ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz, die aktive Feuerwehr, die „lebendige“ Kirchengemeinde, Musikschule, Volkshochschule und Vereine trügen dazu bei. Beim Landkreis-TÜV, einer Studie der Universität Augsburg, belege Aystetten innerhalb der 16 westlichen Kreisgemeinden den ersten Platz in Sachen Lebensqualität, argumentierte Wendel.
Das koste aber Geld. Für Ausgaben in der Zukunft sei Aystetten gewappnet. Zudem erwarte die Gemeinde heuer eine hohe Schlüsselzuweisung des Freistaats – insgesamt 182000 Euro. Die Sanierung und Erweiterung des Sportheims, die Digitalisierung des Kanalsystems, Sanierung von Ortsstraßen und der Hochwasserschutz gehörten zu den Aufgaben für 2012, listete der Bürgermeister auf.
In Anlehnung an die Bildsprache der Künstlerin Christina Weber, die derzeit im Bürgersaal ausstellt und den Mensch als soziales Wesen in den Fokus stellt, wünschte sich der Bürgermeister ein „vertrauensvolles Miteinander“ in Alltag und Politik, „mehr Respekt, Verständnis und Mitmenschlichkeit in unserer politischen Kultur.“
Die Pianistin Constanze Becher sorgte im Anschluss für die musikalische Untermalung der Gespräche, die die Aystetter bei Sekt und Häppchen führten.
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