Ab 6. Januar zieht die Gruppe durch Dinkelscherben und ist Gast in Ustersbach, Zusmarshausen und Augsburg –

Dinkelscherben Nur noch wenige Tage trennen 62 junge Burschen aus Dinkelscherben vor ihrem ersten großen Auftritt. Denn am 6. Januar wird zum 15. Mal in der Geschichte des Marktes Dinkelscherben der Schäfflertanz eröffnet. Bis zum Faschingsende werden die Schäffler dann jedes Wochenende und an den Feiertagen durch die Straßen ziehen, um mit ihrem Tanz und den lustigen Späßen der Clowns die Menschen zu unterhalten.
Die Vorbereitungen zum Tanzjahr 2012 begannen bereits im vergangenen Sommer. Doch was dann dem Komitee wiederfuhr, war in der über 100-jährigen Geschichte des Dinkelscherber Schäfflertanzes so noch nie da gewesen. 62 freiwillige Teilnehmer kamen zum ersten Treffen – so viele wie noch nie. Keinem sollte die Möglichkeit zum Auftritt genommen werden, deshalb gibt es heuer erstmals zwei Tanzgruppen. Die Gruppen à 20 Mann sollen sich nun bei den Tänzen abwechseln. Die großen Auftritte, wie beispielsweise der Eröffnungstanz, werden von beiden Gruppen gestaltet.
Bis dahin müssen alle Beteiligten fleißig üben. Die Proben für den Schäfflertanz begannen Mitte September im Pfarrsaal. Die Tänzer lernten das Marschieren, den Tanzschritt und die verschiedenen Figuren, die zur Musik mit den Buchsbögen geformt werden. Parallel dazu hämmerten die Fassklopfer im Takt, und die Reifenschwinger übten ihre akrobatischen Bewegungen auf dem Fass.
Während die einen unten im Trainingsanzug schwitzten, saßen zwei Stockwerke höher die Clowns, um gemeinsam das Sprechen vor größerem Publikum und ihre vorbereiteten Reden zu üben. Anders als zu ihren Schäfflerkollegen war für sie die Probezeit wohl noch die ruhige Phase. Denn wer erst einmal auf dem Fass steht und große Reden schwingt, sollte natürlich auch wissen, wovon er spricht.
Clowns haben die meiste Arbeit erst während der Tanzsaison
Deshalb beginnt für die Clowns die meiste Arbeit erst während der Tanzsaison, denn manchmal ist erst eine Woche vor der Aufführung gewiss, in welcher Straße und für welche Familien überhaupt getanzt wird.
Nach der Probe kamen alle Gruppen wieder zusammen. Denn danach ging es oftmals noch ins Wirtshaus, wo schon mal feucht-fröhlich auf den bevorstehenden, einmaligen Fasching angestoßen wurde.
Hier konnten die Reifenschwinger auch schon mal üben, was auch zur Tradition gehört: Nach einem Auftritt lassen die Tänzer in ihrer Herberge Nicht-Schäffler, die mit ihnen feiern, gerne hochleben. Diese Ehre muss dann aber freilich in Bier beglichen werden. Erstmals in der Geschichte der Schäffler wird dieses Mal nicht im „Adler“ eingekehrt. Das Gasthaus ist einfach nicht mehr groß genug, die Schäfflerherberge wurde in den Pfarrsaal verlegt.
Ein weiteres Novum wird heuer auch ein Tanz in der Nachbargemeinde Zusmarshausen am Rosenmontag, 20. Februar, sein. Am gleichen Tag ziehen die Schäffler auch weiter nach Augsburg zu den LEW, zum Landratsamt und zur Kreissparkasse. In Ustersbach wird am rußigen Freitag, 17. Februar, getanzt.
Karl-Heinz Lutz, Präsident der Schäfflervereinigung, freut sich bereits auf die bevorstehenden Tage. „Die Besucher sollen sich vom Tanz und natürlich auch von den Späßen der Clowns anstecken lassen und sich mit uns auf ein tolles Schäfflertanzjahr 2012 freuen“, so Lutz.
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