Dick angezogen und gut gelaunt trotzen die Kinder in Leitershofen den kalten Temperaturen



„E, e, e, nun gibt es Eis und Schnee“, singen die Kinder des Waldkindergartens Leitershofen ihre Winterhymne, ehe sie sich in die eisige Kälte begeben. Das Thermometer zeigt Minus 15 Grad, aber die Luft fühlt sich eher an wie Minus 20 Grad. Während viele Erwachsene jeden unnötigen Aufenthalt im Freien vermeiden, freuen sich die Kinder des naturnahen Kindergartens über ihren täglichen Ausflug.
„Wir erzwingen den zweistündigen Aufenthalt der Kinder im Freien nicht mit Gewalt. Wir schauen sehr genau hin, wie es den Kindern dabei geht, und brechen bei solchen Ausnahmetemperaturen auch früher ab, wenn sie frieren“, sagt Hanna Leibelt-Sailer, die Leiterin des Waldkindergartens. Das Konzept dieser Einrichtung ist so ausgelegt, dass die Drei- bis Sechsjährigen bei jedem Wetter einige Stunden im Freien verbringen. Doch das Wohl der Kinder steht natürlich ganz vorne. Dass den Buben und Mädchen die Kälte nichts ausmacht, liegt auch daran, dass sie stets dick eingepackt werden: Bis alle 20 Kinder angezogen sind, vergeht schon mal eine viertel bis halbe Stunde, auch wenn die zwei Erzieherinnen und die Praktikantin mit anpacken. Für ein paar Frierende hatte Hanna Leibelt-Sailer vor Kurzem einen guten Tipp: „Ich habe festgestellt, dass die Kinder, denen am ehesten kalt wurde, zwar mehrere Schichten Kleidung übereinander trugen, jedoch keine Schafswolle.“
Auch die Haut muss bei eisigen Temperaturen geschützt werden
Bei solch eisigen Temperaturen muss auch die Haut geschützt werden. Deshalb cremen sich die Kinder vor dem Ausgehen mit einer Salbe ein, deren Zutaten sie selbst benennen können: Honigwachs und Wollwachs.
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