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25. Oktober 2011 11:22 Uhr

Rechnungsprüfung

Kurzschluss erhöht die Kosten

Gemeinderat Aystetten beschließt Jahresrechnung. Überspannungsschaden an EDV-Ausstattung führt zu Mehrausgaben von 5100 Euro

Von Janina Funk

Aystetten Nur wenige Haushaltsüberschreitungen hatte Theodor Seitz (CSU) zu beklagen, als er im Aystetter Gemeinderat die Jahresrechnung 2010 vorstellte. Laut des Vorsitzenden des Rechnungsprüfungssauschusses schlugen im vergangenen Jahr vor allem größere Ausgaben für EDV, höhere Baunebenkosten bei der Schulsanierung und zusätzliche Heizkosten für den Bürgersaal zu Buche. Der Gemeinderat bestätigte die Jahresrechnung einstimmig.

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Geprüft hat der Ausschuss Rechnungen, Bankauszüge, Lohnkonten und die Verfügungsmittel des Bürgermeisters. Unregelmäßigkeiten hat das Gremium dabei keine festgestellt. Kritik äußerte Seitz jedoch daran, dass Belegnachweise nicht immer ordnungsgemäß verbucht worden seien, insbesondere bei Zuwendungen für Jubilare. Es sei ihm wichtig, dass in Zukunft sorgfältiger gearbeitet werde, erklärte der Vorsitzende des Rechnungsprüfungssauschusses.

Haushaltsüberschreitungen gab es im vergangenen Jahr in fünf Fällen. An sich sei dies nichts Schlimmes, betonte Seitz und erklärte, dass nicht immer schon im Vorjahr abzuschätzen sei, mit welchen Ausgaben tatsächlich zu rechnen ist. „Wir sind ja alle keine Hellseher.“

Unerwartete Kosten trafen die Gemeinde beispielsweise im Bereich der EDV. Wurde hier im Haushalt noch mit 2000 Euro Gesamtkosten gerechnet, weist die Jahresrechnung nun Mehrausgaben von 5100 Euro aus. Ein Überspannungsschaden ist Ursache dieser unerwarteten Kosten. Bei der Sanierung des Verwaltungsgebäudes hatte die ausführende Firma eine Leitung falsch angeschlossen, erklärte Wolfgang Dehling, geschäftsleitender Beamter der Gemeinde Aystetten. Computer, Bildschirme, Server – ein Großteil der Ausstattung wurde beschädigt. Die Kosten für die Neuanschaffung fielen im Haushaltsjahr 2010 an.

Höher als erwartet sind zudem die Heizkosten für den Bürgersaal. Lange wurde dieser über die Zentralheizung des Gebäudes, die auch das Hotel nebenan beheizt, versorgt. Seit Anfang des Jahres ist eine moderne Anlage im Einsatz. Die Gemeinde hatte jedoch damit gerechnet, die neue Heizung bereits 2010 in Betrieb zu nehmen.

Hackschnitzel als Reinigungskosten verbucht

Weitere Überschreitungen gab es bei den Kosten für die Schulsanierung und bei den Reinigungs- und Verwaltungskosten der Schule und der Gemeindeverwaltung. Ausgaben für die Hackschnitzel der Heizungsanlage der Schule wurden versehentlich unter Reinigungskosten gebucht.

Mit dem Rechnungsergebnis kann Amtsleiter Dehling zufrieden sein. Circa 1,5 Millionen Euro können den Rücklagen zugeführt werden. Der Haushaltsansatz lag bei rund 168000 Euro. Die 1,5 Millionen kommen jedoch auch dadurch zustande, dass einige Maßnahmen, die für 2010 geplant waren, noch nicht realisiert werden konnten.

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