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21. April 2010 20:10 Uhr

Gersthofen

Millionenschaden in Gersthofen: Laster defekt, Firmenhalle brennt

Im Gersthofer Gewerbegebiet an der Flotowstraße ist eine Werkstatthalle ausgebrannt. Verletzt wurde niemand, aber der Schaden wird auf eine Million Euro geschätzt. Die Polizei vermutet, dass ein technischer Defekt Brandursache war. Von Diana Deniz und Regine Kahl

Ein Knallen in der Flotowstraße und Sirenen schreckten in der Nacht zum Mittwoch viele Bewohner von Gersthofen auf. Im Gewerbegebiet brannte eine Werkstatthalle. Das Feuer in der Firma Haller, die Fahrzeuge repariert, war kurz nach 2 Uhr ausgebrochen. Verletzt wurde niemand, aber der Schaden wird auf eine Million Euro geschätzt. Die Polizei vermutet, dass ein technischer Defekt an einem Laster in der Halle den Brand verursacht hat.

Gegen 2.15 Uhr wurde Seniorchef Peter Haller durch einen Anruf geweckt: "Die Einbruch-Diebstahl-Alarmanlage gibt Signal, aber wir können über den Lautsprecher nichts hören." Haller, der selbst auf dem Firmengelände wohnt, ging nach draußen. Dort hörte er es puffen und knallen und sah schwarze Rauchwolken. Haller drehte sich auf dem Absatz um und rief die Feuerwehr. Selbst zu löschen versuchte er erst gar nicht, da er um die Explosionsgefahr durch Sauerstoffzufuhr bei Bränden wusste. Die Feuerwehr bestätigte später, dass es sehr umsichtig von ihm war, die Tore nicht zu öffnen, denn dann wären Explosionen und ein großes Feuer entstanden.

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Mit schwerem Atemschutz

Über 100 Einsatzkräfte der Feuerwehren Gersthofen, Hirblingen, Langweid, Gablingen und Stettenhofen sowie der Polizei und Rettungsdienst waren in Windeseile vor Ort, und nach eineinhalb Stunden war der Spuk vorbei. Beim Eintreffen der Feuerwehr quoll bereits schwarzer Rauch aus einer größeren Halle. Ein in der Werkstatt abgestellter Lastwagen brannte lichterloh. Unter schwerem Atemschutz wurde das Feuer mit Strahlrohren und einem Schaumrohr bekämpft.

"Zum Glück wurde niemand verletzt", sagte das geschockte Ehepaar Haller am Morgen danach erleichtert. Aber der Schaden sei trotz allem groß. "Die komplette zweite Werkzeughalle ist durch den Schwelbrand ruiniert. Durch die enorme Hitze ist alles zusammengeschmolzen. Inwieweit die Statik betroffen ist, muss ein Experte feststellen", so Peter Haller. Er geht davon aus, dass der Schaden in die Million gehen könnte, da auch andere Fahrzeuge in der Halle beschädigt wurden, unter anderem ein hochwertiges Wohnmobil. Die Polizei schätzt die Schadenshöhe genauso hoch ein.

In der Nebenhalle und im Bürogebäude ist alles voller Rußpartikel. Auf dem gesamten Firmengelände schwebt der Brandgeruch. "Ich werde mich jetzt erst mal in unseren erst kürzlich gestrichenen Räumen ans Putzen machen", sagte Sonja Haller sichtlich mitgenommen von den Ereignissen der Nacht.

Die Mitarbeiter werden ihre Arbeiten vorerst in der zwar verrußten, aber noch intakten Halle mit Mundschutz verrichten. Zudem ist Haller auf der Suche nach Ausweichmöglichkeiten, um vorübergehend teilweise anderenorts seine Fahrzeuge zu reparieren.

Die Ermittlungen der Kripo Augsburg dauern noch an. Diana Deniz und Regine Kahl

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