Mittwoch, 18. Oktober 2017

23. September 2017 00:32 Uhr

Strahlenbelastung

Mobilfunk-Experte kann die Täfertinger Eltern nur wenig beruhigen

Nach Protesten der Bürger senkt die Telekom freiwillig die Maximalleistung. Eine letzte Alternative soll noch geprüft werden

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Zumindest eine positive Nachricht gab es für die Eltern aus Täfertingen am Ende der Diskussion um die geplante Mobilfunkantenne in der Portnerstraße (wir berichteten): Die Strahlung, die an der Schule und am Kindergarten ankommen wird, beträgt mit zwei Volt pro Meter nur die Hälfte des strengen Schweizer Vorsorgewerts. Das hörten die etwa 20 Zuhörer aus Täfertingen in der Sitzung zwar gern, sie wollen den Mast aber trotzdem nicht in der Mitte ihres Ortes.

Auf Antrag der Stadtratsfraktion der Grünen wurde das Thema im Planungsausschuss erneut behandelt, nachdem sich in Täfertingen auch eine Bürgerinitiative mit Gegnern formiert hatte. Auch von der Telekom war ein Vertreter gekommen: Erwin Walch. Er erläuterte, dass die Telekom zum einen die Leistung der Anlage um ein Drittel verringern wird und zum anderen die Mobilfunkanlage auch nicht permanent auf maximalem Leistungsniveau arbeitet.

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Dr. Thomas Gritsch vom TÜV Bayern erläuterte als Mobilfunk-Experte die geplante Anlage und die daraus resultierende Strahlenbelastung für den Ort. Dabei wurde deutlich, dass der Standort in der Ortsmitte „funktechnisch optimal“ sei, lediglich eine größere Höhe des Gebäudes wäre etwas günstiger. Die maximale Strahlenbelastung erreicht in Täfertingen die Nachbarn in 100 bis 150 Meter Entfernung, aber an Schule und Kindergarten käme nur wenig an, weil keine der drei Antennen in diese Richtung funkt. „Sie werden zwar mehr Emissionen haben als vorher, aber die Werte sind mit der Reduktion der Leistung besser, als zunächst geplant“, fasste Dr. Gritsch zusammen. Er zeigte anhand einer Grafik alle Neusässer Standorte, von denen ein paar erheblich höhere Strahlenbelastungen aufweisen als die geplante Anlage in Täfertingen, zum Beispiel in der Alten Reichstraße in Steppach oder an der Damm-/Hindenburgstraße an der Bahnstrecke. Alle anderen lägen unter dem Schweizer Vorsorgewert von vier Volt pro Meter. Gritsch erklärte, dass zum Vergleich das WLAN im Haus mit sieben Volt pro Meter abstrahle, wenn man direkt vor dem Laptop sitzt und das Handy beim Telefonieren am Ohr hat mit bis zu 90 Volt pro Meter. Laut Gritsch werde zwar die Leistung um ein Drittel reduziert, dies verringere die Strahlenbelastung nur um maximal 15 Prozent. Damit werde der Vorsorgewert mit 5,3 leicht überschritten.

Erwin Walch erklärte, dass die Telekom verstärkt auf viele, kleinere Anlagen setze, um für ihre Kunden eine gute Empfangsqualität zu gewährleisten. Eher werde man in nächster Zeit nach mindestens einem weiteren Standort zwischen Neusäß und Täfertingen suchen.

In und um Täfertingen gebe es für die Telekom keinen besseren Standort als die Portnerstraße und sie habe auch die Genehmigung, den Mobilfunkmast demnächst in Betrieb zu nehmen. „Die Zeit drängt.“

Auf Drängen der Grünen-Fraktion soll die Telekom aber noch eine letzte Alternative prüfen: den Täfertinger Kirchturm. Obwohl Walch sagte, er sehe hierfür keine Chance, weil die Diözese grundsätzlich keine Mobilfunkanlagen auf ihren Grundstücken und Gebäuden erlaube, wolle er einen Versuch unternehmen. Er machte gleichzeitig klar: „Wenn das nichts wird, setzen wir unsere Pläne um.“ (dav)

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