Neues Denkmal am Hirblinger Kreisverkehr erinnert an die Gemeinschaft Von Gerald Lindner
Von Gerald Lindner
Schmuck mit Symbolcharakter für einen Kreisverkehr: „Musik verbindet – alle Richtungen“ nennt Robert Sailer sein Kunstwerk, das in einer kleinen Feier gesegnet und offiziell übergeben wurde. Es ist auf dem Kreisverkehr unmittelbar östlich des Gersthofer Stadtteils Hirblingen aufgestellt worden.
Vier Tuben in den Farben Weiß, Rot, Schwarz und Gelb – angelehnt an die Farben der Wappen Gersthofens und seiner Stadtteile recken ihre Schalltrichter in allen Himmelsrichtungen nach oben. Zusammengehalten werden sie durch ein grünes Metallband. „Dieser Ring sorgt für Halt, soll aber nicht einengen sagte Robert Sailer, der Inhaber der alten Dorfschmiede in Batzenhofen bei der Einweihung. „Die Skulptur stellt das musikalische Wirken und das menschliche Miteinander dar.“
Im Dezember war im Bau- und Umweltausschuss eine Übernahme der Kosten für das Kunstwerk mit der CSU-Mehrheit abgelehnt worden. Insgesamt kostet die Skulptur 12000 Euro ohne Mehrwertsteuer. Inklusive Baukosten summiert sich der Betrag auf etwa 25000 Euro.
Nach der Ablehnung ergriff unter anderem Dr. Markus Brem, Stadtrat und Vorsitzender des Hirblinger Bürgervereins die Initiative und sicherte sich die Unterstützung aus dem Landkreis, sodass das Projekt schließlich doch noch verwirklicht werden konnte.
„Musik baut Brücken und führt Menschen zusammen – das Motto ist vorzüglich umgesetzt worden“, lobte Vizelandrat Max Strehle. Die Skulptur sei auch ein bleibendes Denkmal für das 50. Jubiläum der Schwäbischen Trachtenkapelle Hirblingen und das 39. Bezirksmusikfest, das vom 5. bis 8. Juli gefeiert wird. Strehle zeigte sich auch dankbar für die Sponsoren: „Das Denkmal wird finanziert, ohne die öffentlichen Haushalte zu belasten.“ Neben Privatleuten tragen auch die Kreissparkasse und die VR-Bank Lech-Zusam ihr Scherflein dazu bei. Es handle sich bei der Skulptur um ein großartiges Beispiel für die Aufwertung eines Kreisverkehrs, so Strehle. „Ich hoffe dass das Nachahmer findet.“
Hirblingens Pfarrer Thomas Gerstlacher betonte: „Dieses Denkmal will auf die Musik, die schönste Schöpfung des Menschen hinweisen.“ Es sei ein Hinweis, dass die Menschen dankbar sein dürfen, dass es die Musik gibt und nichts so entscheidend sei, wie dass die Menschen zusammengeführt werden.
Diese Zusammenführung funktionierte zumindest schon in einem Aspekt: Die Feier wurde von einem Blasorchester, besetzt mit Musikern aus allen Kapellen im Gersthofer Stadtgebiet, musikalisch untermalt.
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