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Jugendorchester: Musikerträume werden wahr

Jugendorchester

Musikerträume werden wahr

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    Beim Tag der offenen Tür des Jugendorchesters Gersthofen darf auch Valentin mal so richtig auf die Trommeln hauen. Dirigent Milos Glück zeigt ihm, worauf es dabei ankommt.
    Beim Tag der offenen Tür des Jugendorchesters Gersthofen darf auch Valentin mal so richtig auf die Trommeln hauen. Dirigent Milos Glück zeigt ihm, worauf es dabei ankommt. Foto: Katrin Fischer

    Gersthofen Endlich ist es so weit. Schon über zwei Jahre wünscht sich Hannah eine Klarinette und beim Tag der offenen Tür des Jugendorchesters Gersthofen in der Mittelschule darf sie endlich in eine hinein pusten. Bisher waren ihre Hände noch zu klein für dieses Instrument. Die Achtjährige hofft, dass sie heute ein paar Töne spielen kann und wartet ganz ungeduldig auf ihre Chance.

    Doch bevor es für die Neueinsteiger an die Instrumente geht, zeigen die derzeitigen Mitglieder des Orchesters bei Soloauftritten, was sie schon können. Lukas demonstriert am Saxofon, dass Blasinstrumente auch Rock-’n‘-Roll-Töne von sich geben können. Beim peppigen Stück, das er zusammen mit Lehrer Max Hosemann spielt, darf auch er an die erste Stimme.

    Die Schlagzeuger Adrian und Elias beweisen an der Snare-Drum und an der großen Trommel, dass das Schlagzeug nicht nur ein Begleitinstrument ist. Mit lauteren und leiseren Schlägen wird auch das Schlagzeugduett zur Melodie. Ein weiteres Duett geben die „Neustars“, wie Dirigent Milos Glückmann sie nennt. Patrick und Carolin spielen auf ihren Trompeten den „Spannenlangen Hans“. Patrick kann mit sieben Jahren schon einen Saal voll Zuhörer begeistern.

    Nach den Auftritten der jungen Künstler geht es ab in den Keller. Dort warten die verschiedensten Instrumente darauf, von jungen Interessenten ausprobiert zu werden. Der Andrang ist groß, die Schlange hinter der Klarinette lang. Julia legt gerade ihre Finger auf die Tasten des Instruments und pustet. „Super!“, freuen sich die Zuhörer, denn die Achtjährige hat schon Töne spielen können. Auch Sarah und Hannah warten, bis sie dran sind. Die achtjährige Sarah will am Nachmittag aber auf jeden Fall alle Instrumente ausprobieren. „Erst dann entscheide ich mich“, sagt sie.

    Sven und Markus spielen bereits im Jugendorchester und wollen heute neue Baritonspieler werben. „Wir freuen uns auf jeden Fall über Neuankömmlinge“, so die Jugendlichen, „wir können immer Nachwuchs gebrauchen“. Auch Milos Glückmann sitzt mit einem Interessenten am Schlagzeug. Der Dirigent gibt Valentin ein paar Schläge auf den Trommeln vor, der Siebenjährige spielt sie nach. „Ab September machen wir zwei Bum-Bum“, sagt sich Glückmann erfreut, denn Valentin will in diesem Jahr zu ihm in den Unterricht kommen. Die Erfahrung hat dem Musiker gezeigt, dass die meisten Kinder zu ihrer Entscheidung stehen und bei ihrem Musikinstrument bleiben. Obwohl damit sehr viel Arbeit verbunden ist.

    Sorgen wegen des Neubaus der Mittelschule

    „Die Musik und die Gemeinschaft sind gut für die Kinder“, sagt Sabine Landau. Sie freut sich über die vielen Neueinsteiger und hofft daher umso mehr, dass ihr Verein den Kindern weiterhin die Möglichkeit zum Musikspielen anbieten kann. Denn die Mittelschule wird abgerissen und noch weiß sie nicht, ob lückenlos Proberäume zur Verfügung stehen. Aus dem Zimmer der Klarinetten kommen laute Töne. Hannah bläst in das Instrument und dieses Jahr hat sie es geschafft. Nun gehört auch sie zu den vielen lächelnden Kindern, die heute ihr Lieblingsinstrument gefunden haben.

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