Freitag, 29. Juli 2016

15. Mai 2015 14:46 Uhr

Newsblog Unwetter

Nach Tornado: Bewohner können noch nicht in beschädigte Häuser zurück

Ein Tornado hat am Mittwochabend in der Region Hunderte Häuser beschädigt und elf Menschen verletzt. In unserem Newsblog berichten wir über die Ereignisse nach dem Unwetter. Von Ina Kresse, Katja Röderer, Chris Huber, Norbert Staub und Sascha Geldermann

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  • Bei dem Unwetter am Mittwochabend hinterließ ein Tornado eine Schneise der Verwüstung. Dächer wurden abgedeckt, Menschen verletzt, Häuser evakuiert und Autos durch die Luft gewirbelt.

  • Besonders betroffen waren Stettenhofen im Kreis Augsburg und Affing im Kreis Aichach-Friedberg.

  • Elf Menschen wurden verletzt. Der Sachschaden soll bei über 40 Millionen Euro liegen.

  • Auch heute werden freiwillige Helfer gesucht. Genaue Infos dazu gibt es für Affing auf der Seite des Landratsamts Aichach-Friedberg und für Stettenhofen unter der Nummer 08251/92-444.

20:30 Uhr: "Hilfsbereitschaft ist gigantisch"

Mehr als 300 Freiwillige räumen gestern Schutt, Trümmer und umgestürzte Bäume zur Seite. Ben Bockemühl, Einsatzleiter der Feuerwehr, ist überwältig: „Die Hilfsbereitschaft ist gigantisch. Viele helfen bis zur völligen körperlichen Erschöpfung.“ Ein Dachdecker sei am Donnerstagabend so ausgelaugt gewesen, dass er nicht mal mehr einen Nagel in eine Latte schlagen konnte. „Jeder bringt sich entsprechend seiner Fähigkeiten ein. Alle stehen zusammen“, sagt Bockemühl.

19:30 Uhr: Ilse Aigner ist schockiert

Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner machte sich heute Nachmittag vor Ort selbst ein Bild in Affing und Gebenhofen und war schockiert vom Ausmaß der Schäden. Sie ging davon aus, dass die meisten Schäden Versicherungen übernehmen wie die Wohngebäude- oder Hausratversicherung. Spätestens morgen soll ein Team der Bayerischen Versicherungskammer kommen, so Aigner. Bei Schäden, die nicht von Versicherungen übernommen werden, müsse die Regierung über Härtefallregelungen entscheiden. Die gelte normalerweise nicht bei Sturm. „Das wird man politisch entscheiden müssen“, sagte Aigner. Bis Montag soll außerdem geklärt werden, ob für die Betroffenen Steuerstundungen möglich sind.

18:15 Uhr:  300 Helfer im Einsatz

Rund 300 Helfer räumen heute Schutt, Trümmer und umgestürzte Bäume zur Seite.  Koordiniert werden die Aufräumarbeiten aus einem roten Zelt im Ortsteil Gebenhofen. Hier ist Bernd Burghard der Chefkoordinator. Er schickt Bagger und Lastwagen zu den am meisten betroffenen Anwohnern. Zusätzlich verteilt er die freiwilligen Helfer. Sein Handy läutet im Minutentakt. Hier wird eine Motorsäge gebraucht, dort bietet jemand Dachplatten an, um die Löcher in den Dächern notdürftig zu verschließen. "Kaum geht die Sonne auf, waren unsere Helfer schon da", lobt er die Solidarität. 

Durch den kleinen 600-Seelen-Ort Gebenhofen rattern am Freitag pausenlos Traktoren, Radlader und schwere Räumfahrzeuge. Freiwillige Helfer bringen Verpflegung. Ein Besitzer eines Getränkemarktes aus dem Nachbardorf liefert palettenweise Getränke für die Helfer.

17:31 Uhr: Ilse Aigner verspricht schnelle Hilfe

Bayerns stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner (CSU) ist an den Unglücksort gereist und verspricht schnelle Hilfe: «Wir werden das im Kabinett behandeln». Zwar glaubt sie, dass die normale Gebäudeversicherung für die Schäden aufkommt. Doch die Staatsregierung will das Thema trotzdem angehen.

16:46 Uhr: Stettenhofen: Bewohner können noch nicht in beschädigte Häuser zurück

Laut der Auskunft der Gemeinde Langweid können bis heute Abend keine Bewohner mehr in ihre vom Tornado beschädigten Häuser in Stettenhofen zurückkehren. Gemeindemitarbeiter waren heute Nachmittag mit einem Gutachter vor Ort, um sich den Schaden anzusehen. Der Langweider Verwaltungschef Helmut Gensberger sagte. „Bei zwei Häusern sieht es schlecht aus, bei einem ein wenig besser.“ Eine Entscheidung soll nun erst am Montag fallen, bis dahin sind die Menschen bei Freunden, Verwandten und zum Teil in einer Gaststätte in Biberbach untergebracht. Wer Wohnungen für die Menschen zur Verfügung stellen kann, wird gebeten sich bei der Gemeinde Langweid unter der Nummer 08230/840040 zu melden.

16:04 Uhr: Seehofer: Wetterextreme häufen sich

"Wir müssen ganz grundlegend über diese Fragen reden, weil sich die Wetterextreme häufen", sagte Seehofer weiter. Bis Dienstag will sich die Staatsregierung zunächst ein umfassendes Bild der Schäden machen, wie Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) sagte. Dabei geht es auch um die Frage, welche Schäden durch Versicherungen abgedeckt sind und welche nicht.

15:24 Uhr: Seehofer lässt Hilfe für Tornado-Opfer prüfen

Ministerpräsident Horst Seehofer lässt nun finanzielle Hilfen für die betroffenen Menschen in Affing prüfen. Das Kabinett soll sich bei seiner nächsten Sitzung am kommenden Dienstag damit befassen. "Wir reden über die Situation, über die möglichen Konsequenzen und mögliche Hilfen", sagte Seehofer. Einzelheiten nannte der CSU-Chef nicht.

15:06 Uhr: Affing bietet Betroffenen und Helfern am Wochenende Kinderbetreuung an

Die Gemeinde Affing bietet am Wochenende für Betroffene und freiwillige Helfer von 8 bis 17 Uhr eine Kinderbetreuung im Kindergarten Haunswies an. Ab kommender Woche verlängern sich zudem die täglichen Öffnungszeiten bis 18 Uhr.

14:34 Uhr: Alle städtischen Spiel- und Sportanlagen in Aichach sind gesperrt

Sämtliche städtischen Spiel- und Sportanlagen in Aichach sowie Parks und Erlebnispfade im Wald sind bis auf Weiteres gesperrt. Das hat soeben die Stadt Aichach mitgeteilt. Vereinseigene Anlagen sind davon nicht betroffen. Auf Waldspaziergänge solle in den nächsten Tagen verzichtet werden. Eigentümer privater Baumbestände fordert die Stadt auf, beschädigte Bäume, die den Straßenverkehr gefährden, zu sichern und zu entsorgen.

14:24 Uhr: In Stettenhofen wurden zwei Menschen verletzt

Während es in Affing neun Verletzte gab, wurden in Stettenhofen zwei Menschen verletzt. Der Sachschaden ist hier noch unklar - geht aber wohl in die Millionen.

14.05 Uhr: Hundert Menschen in Stettenhofen können nicht in ihre Häuser

Nach derzeitigem Stand sind 34 Häuser extrem beschädigt und drei davon nicht mehr beziehbar. Etwa hundert Menschen mussten ihr Zuhause verlassen. Die meisten kamen bei Freunden oder Familienmitgliedern unter, 19 sind in einem Gasthaus untergebracht. Heute Nachmittag entscheidet sich, ob einige in ihre Häuser zurückkehren können.

13:47 Uhr: In Stettenhofen sind alle Häuser abgesichert

In Stettenhofen hat die Gemeinde Langweid die Koordination der Hilfskräfte übernommen. Einen Krisenstab des Landratsamtes wie in Aichach-Friedberg gibt es nicht. Akute Gefahr besteht nach Auskunft von Helmut Gensberger aus dem Langweider Rathaus nicht mehr: „Alle Häuser sind abgesichert.“ Die Löcher in den Dächern sind notdürftig abgedichtet.

13:34 Uhr: Aigner kommt am Nachmittag nach Affing

Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kommt am heutigen Nachmittag nach Affing. Sie soll um 14.30 Uhr an einer Pressekonferenz teilnehmen und wird sich vor Ort ein Bild von der Lage machen.

12:50 Uhr: Zahl der Verletzten im Kreis Aichach-Friedberg steigt

Bei dem Unwetter im Kreis Aichach-Friedberg wurden neun Menschen verletzt. Das gab das Landratsamt Aichach-Friedberg heute bekannt. Anfangs war von sieben und später von acht Verletzten die Rede.

12:11 Uhr: Tornado hatte Spitzengeschwindigkeit von 250 Stundenkilometern

Der Tornado ist mit einer Geschwindigkeit von bis zu 250 Stundenkilometern durch die Region gezogen. "Allein die Gewitterwolke, aus der der Sturm erwuchs, hatte eine Verlagerungsgeschwindigkeit von rund 100 Stundenkilometern", teilte der Deutsche Wetterdienst mit.

11:44 Uhr: Landrat schätzt den Schaden im Kreis Aichach-Friedberg auf 40 Millionen

Allein im Kreis Aichach-Friedberg hat der Tornado wohl einen Sachschaden von 40 Millionen Euro angerichtet. Das gab Landrat Klaus Metzger gerade bekannt. Für den Kreis Augsburg gibt es noch keine Schätzung.

11:12 Uhr: Aigner und Hintersberger machen sich heute vor Ort ein Bild von der Zerstörung

Ministerin Ilse Aigner und Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger schauen sich das Ausmaß der Zerstörung heute direkt in der Region an. Das hat das Bayerische Innenministerium soeben bestätigt. Dabei soll es auch um die Frage gehen, wie hoch die finanzielle Unterstützung durch den Freistaat ausfallen müsste.

10:16 Uhr: Auch in Stettenhofen werden noch Helfer gesucht

Neben Affing wurde auch Stettenhofen im Kreis Augsburg hart von dem Tornado getroffen. Auch hier werden Helfer gesucht, die sich über die Nummer 08230/840040 im Rathaus Langweid bei Helmut Gensberger melden können.

09:40 Uhr: Am Feuerwehrhaus Gebenhausen gibt es Beratung für Betroffene

Nach dem Tornado können sich Betroffene am heutigen Freitag am Feuerwehrhaus Gebenhausen in Affing beraten lassen. Hier können Sie Ihre Fragen stellen - beispielsweise wenn Sie Helfer oder Baumaterial benötigen. Außerdem ist über die Nummer 08251/92-444 weiterhin das Bürgertelefon erreichbar.

08:49 Uhr: So entsteht ein Tornado

Wie entsteht eigentlich ein Tornado? Das erklären die Experten von wetteronline.de anschaulich in diesem Video:

8:00 Uhr: Kreisstraße zwischen Gebenhofen und Affing noch gesperrt

Die Kreisstraße AIC 26 zwischen Gebenhofen und Affing ist auch am heutigen Freitag noch gesperrt. Nur Schul- und Linienbusse dürfen hier in Schrittgeschwindigkeit durchfahren.

Freitag, 7:15 Uhr: Auch heute werden wieder Helfer gesucht

Für die Aufräumarbeiten nach dem Tornado sucht das Landratsamt Aichach-Friedberg auch am heutigem Freitag wieder freiwillige Helfer. Treffpunkt ist ab 8 Uhr der Sportplatz Gebenhofen in Affing. Die Helfer sollten mit passender Kleidung kommen und unter anderem Handschuhe mitbringen.

21:15 Uhr: Eine Anlaufstelle mit Essen und Getränken für die Betroffenen

Mehrere Menschen haben die Nacht in der Affinger Turnhalle verbracht. Noch bis Freitagmittag soll hier eine Anlaufstelle eingerichtet sein, bei der es Essen und Getränke gibt, vor allem aber ein offenes Ohr für die Not der Menschen vor Ort. Helfer vom Kriseninterventionsteam stehen bereit. Wie und wo die Menschen untergebracht werden, die ihr Zuhause verloren haben, konnte gestern noch niemand sagen.

20:35 Uhr: Hauswand stürzte vor Anwohner in die Tiefe

Glück im Unglück hatte Ihsan Akkan, als in seiner Wohnung ein Teil der Fassade weggerissen wurde. Er lehnte sich gerade aus dem Fenster, um das Unwetter zu beobachten, als das Fensterbrett sich plötzlich bewegte. Im Affekt sprang er zurück ins Zimmer und musste zusehen, wie die Hauswand vor ihm in die Tiefe gerissen wurde. Teile der Wand und der Dachkonstruktion liegen noch hundert Meter weiter im Acker.

19:45 Uhr:  "Die Blitze haben nicht mehr aufgehört, als würde es brennen"

Theresa Holzapfel erinnert sich an die Nacht zum Donnerstag, als der Tornado tobte - zwar nur ein paar Minuten lang, aber mit drastischen Folgen. «Die Blitze haben nicht mehr aufgehört, als würde es brennen», sagt Holzapfel, die im Dorf Gebenhofen, lebt.  Ihr Haus ist an der Westseite beschädigt - die Fenster sind kaputt, Wandverkleidungen teilweise abgerissen. Das Dach des angrenzenden Stalls ist auf einer Länge von 30 Metern komplett abgedeckt.

19:03 Uhr: Affinger Bürgermeister: Wir werden das durchstehen

Die Aufräumarbeiten werden noch Wochen andauern. Die finanziellen Schäden werden zunächst grob auf einen zweistelligen Millionenbetrag geschätzt. Doch der Affinger Bürgermeister Markus Winkelhofer hat keinen Zweifel: „Wir werden das durchstehen“, sagt er.

18:15 Uhr: Experte: "Ein solcher Tornado kann nicht vorhergesagt werden"

Die Einwohner der betroffenen Landkreise wurden von dem Tornado überrascht. Zwar gab es eine Sturmwarnung, mit einem Wirbelsturm konnte jedoch niemand rechnen. Auch die Wetterdienste nicht, erklärt Björn Goldhausen: "Ein Tornado kann nicht vorhergesagt werden, wir können lediglich das Risiko dafür einschätzen." Erst wenige Minuten vorher können die Meteorologen eine konkrete Vorhersage treffen.

17:40 Uhr: Landratsamt Aichach-Friedberg schaltet Nottelefon

Das Landratsamt Aichach-Friedberg bietet eine Telefonnummer für Notfallseelsorge an. Betroffene können sich unter 0821/9060777 melden.

17:11 Uhr: Entsetzen über das Ausmaß der Zerstörung

Die Besucher unserer Facebook-Seite sind entsetzt über das Ausmaß der Zerstörung. So schreibt Nicole Rott nach Ansicht der Bilder: "Wahnsinn... Kann man gar nicht glauben, wie schnell es gehen kann ... Fotos sehen aus als sei man in einem schlechten Film." Und Jenny Zöllner kommentiert die Fotos so: "Sprachlos... erschreckend. Da sieht man mal, dass sowas nicht nur im Fernsehen zu sehen ist."

16:40 Uhr: Mindestens 50 Häuser in Stettenhofen beschädigt

Nach Informationen unserer Zeitung wurden durch den Tornado in Stettenhofen (Landkreis Augsburg) mindestens 50 Häuser beschädigt. Im Landkreis Aichach-Friedberg ist von 178 beschädigten Häusern die Rede. Damit summiert sich die Gesamtzahl auf 228 beschädigte Häuser in der Region.

16:14 Uhr: Landratsamt Aichach-Friedberg: Bedarf an Helfern für heute gedeckt

Zahlreiche freiwillige Helfer, Firmen und Handwerker haben sich gemeldet, um nach dem Tornado bei der Beseitigung der Schäden zu helfen. „Das ist absolut überwältigend!“, sagte der Landrat von Aichach-Friedberg Klaus Metzger. Aktuell bittet das Landratsamt jedoch darum, für Donnerstag  nicht mehr zum Hilfseinsatz zu kommen und heute auch kein schweres Gerät mehr bereitzustellen, weil dafür im Moment der Bedarf gedeckt ist und keine Einsatzmöglichkeit mehr besteht. Weil aber in jedem Fall in den nächsten Tagen auch noch einiges zu tun sein wird, bittet das Landratsamt, dass sich freiwillige Helfer dann zur Verfügung stellen. Wo genau dann Bedarf besteht und die Helfer eingesetzt werden können, wird im Moment geklärt. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Landratsamtes.

16:07 Uhr: Straße wegen Schaulustiger gesperrt

Im Landkreis Aichach-Fiedberg wurde die Staatsstraße 2045 gesperrt, um Schaulustige abzuhalten. Der Verkehr wird über Hollenbach und Petersdorf umgeleitet.

15:37 Uhr: Weitere Baufirmen haben geöffnet

Beim Landratsamt in Aichach-Friedberg haben sich noch weitere Baufirmen gemeldet, die am heutigen Feiertag erreichbar sind. Einen Überblick über die Firmen finden Sie hier.

15:16 Uhr: Auch in Baden-Württemberg wütete der Sturm

In Freiburg wurden zwei Menschen schwer verletzt, als neben ihnen ein Blitz einschlug. Zudem fielen golfballgroße Hagelkörner, die jedoch vergleichsweise geringen Schaden anrichteten, wie die Polizei sagte. Der starke Regen überschwemmte Straßen und Unterführungen. Das Feuer in einem Kirchturm bei Waldshut konnte von der Feuerwehr schnell gelöscht werden.

14:41 Uhr: Leserin "Stettenhofen ist im Ausnahmezustand"

Eine Leserin berichtet uns über Facebook aus Stettenhofen. Dort herrsche Ausnahmezustand. "Die Polizei hat, da Einsturzgefahr besteht, nur jeweils eine Person mit Beaufsichtigung in die Wohnung gelassen, um das Nötigste zu holen. Die Bewohner stehen vor dem Nichts.  Alle sind unter Schock. Die Häuser am Breitenbach sind am schlimmsten betroffen."

14:32 Uhr: Wichtig - Betroffene sollten Fotos machen

Verbraucherschützer raten Betroffenen von Sturmschäden grundsätzlich, so schnell wie möglich den Versicherer zu informieren und eine Schadensliste möglichst mit Fotos zu erstellen. Weitere Tipps zu Schadensersatz und Versicherungen erhalten Sie hier.

14:25 Uhr: Betroffener berichtet aus Affing - "wie in einem Film von Roland Emmerich"

Ein Bewohner aus Affing hat soeben am Telefon seine Erlebnisse des gestrigen Abends geschildert. "Es war komplett ruhig. Ich stand am Fenster. Von einer Sekunde auf die andere ging ein Blitz runter. Dann ging es los. Es hat nur wenige Minuten gedauert, dann war unser Hausdach fast komplett abgedeckt. Das Haus eines Nachbarn hat es ganz zerlegt. Das kam mir vor wie der Weltuntergang."

14:00 Uhr: Tornado wütete wohl mit 200 bis 250 Stundenkilometer

Einem Experten von Wetteronline zufolge ist ein Tornado der stärkeren Sorte am späten Mittwochabend über die Region Augsburg gefegt. Die Windgeschwindigkeit schätzt der Experte auf etwa 200 bis 250 Stundenkilometer. Vorhersehbar war das katastrophale Unwetter ihm zufolge aber nicht. Mehr Infos dazu lesen Sie hier.

13:43 Uhr: So entstehen Tornados

Tornados sind Wirbelstürme, die bei großen Temperaturunterschieden über dem Festland entstehen. Konstellationen dafür sind große Wolken, Gewitter und unterschiedliche Windrichtungen in verschiedenen Höhen. Unter der Wolke steigt Warmluft nach oben. In diesem Gefüge entsteht eine rotierende Bewegung in der eigentlichen Wolke, die nach unten herauswächst und dann wie ein Rüssel aussieht. Dieser kann einen Durchmesser von mehr als einem Kilometer und Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert Kilometern pro Stunde erreichen. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt einen Sog, hebt Hausdächer an und reißt alles in die Höhe - von Sand bis Autos.

13:30 Uhr: Hilferuf auf Facebook

Auf Facebook bittet Leser Jonas Maier, dass sich auch morgen am Freitag viele freiwillige Helfer melden werden. Außerdem würden Zimmer und Dachdecker gebraucht.

13:28 Uhr: Kein Strom

In Affing waren zahlreiche Haushalte ohne Strom. Hunderte Feuerwehrleute und Rettungskräfte sind bei den Aufräumarbeiten im Einsatz.

13:25 Uhr: Auch an Grundschule Aichach entfällt der Unterricht

Der schwere Sturm in der vergangenen Nacht hat auch an der Ludwig-Steub-Grundschule in Aichach-Mitte zu größeren Schäden geführt. Neben der Wittelsbacher Realschule in Aichach fällt auch dort am morgigen Freitag (15. Mai) deshalb der Unterricht aus, heißt es von Seiten des Landratsamtes.

13:02 Uhr: Notunterkünfte für Betroffene

Die Gemeinde Affing organisiert nach dem schweren Sturm Notunterkünfte für Betroffene. Die Telefon-Nummer dafür ist 08207-960022.

13:00 Uhr: Helfer weiterhin gesucht

Auf den Aufruf des Landratsamtes Aichach-Friedberg hin haben sich viele Helfer gemeldet. Wer Handwerker ist oder eine Baufirma hat, soll sich unter Tel. 08251/92 444 beim Landratsamt melden. Auch freiwillige Helfer seien in Gebenhofen erwünscht. Diese werden vom Landratsamt gebeten, in passender Kleidung (Handschuhe etc.) zum Sportplatz in Gebenhofen zu kommen.

12:57 Uhr: Zwölf Häuser sind unbewohnbar

Unsere Kollegin vor Ort in Affing berichtet von weinenden Menschen vor ihren Häusern. Zwölf Häuser sind laut Landratsamt Aichach-Friedberg nach dem Tornado unbewohnbar. Acht Menschen haben die Nacht in der örtlichen Turnhalle verbracht.

12:54 Uhr: 178 Gebäude beschädigt! 33 Häuser einsturzgefährdet!

Weitere Bilanz, die auf der Pressekonferenz gezogen wurde: 178 Gebäude wurden durch den Tornado im Kreis Aichach-Friedberg beschädigt. 33 Häuser sind vom Einsturz gefährdet beziehungsweise teileinsturzgefährdet. Das teilte Landrat Klaus Metzger (CSU) mit.

12:50 Uhr: Mann stürzt in Affing vom Dach

Soeben ist die Pressekonferenz des Landratsamtes Aichach-Friedberg zu dem schweren Unwetter zu Ende gegangen. Eine kurze Bilanz: Bei dem Unwetter wurden sieben Menschen leicht verletzt. Ein Mann in Affing erlitt heute am Tag danach auch Verletzungen, als er von einem Dach stürzte. Er wollte dort die Schäden beheben.

12:48 Uhr: An der Realschule Aichach fällt morgen Unterricht aus

Der schwere Sturm in der vergangenen Nacht hat an der Realschule Aichach zu schweren Schäden geführt. Vor allem ist das Dach der Schule zu einem großen Teil abgedeckt. Am morgigen Freitag (15. Mai) fällt deshalb der Unterricht an der Wittelsbacher Realschule in Aichach aus. Das teilte das Landratsamt Aichach-Friedberg mit.

12:43 Uhr: Zweiter Bürgermeister verließ Sitzung

In der Region Wertingen und Dillingen tobte ebenfalls ein schweres Gewitter. Als gestern Abend der Gemeinderat Laugna tagte, verließ zweiter Bürgermeister Helmut Bartsch, der auch Kommandant der Feuerwehr ist, mit einem Zuhörer die Gemeinderatssitzung, um nach dem Rechten zu sehen. Das Unwetter hatte einige Umleitungsschilder weggerissen.

12:38 Uhr: Unwetter auch in anderen Teilen Bayerns

Der nächtliche Sturm hat auch in Oberbayern Spuren hinterlassen. Nach Angaben der Polizei stürzte in Neufahrn (Landkreis Freising) ein Baukran um. Er traf das Dach eines Einfamilienhauses; die Bewohner blieben unverletzt. Anschließend stürzte der 25 Meter lange Ausleger des Krans auf die Straße und beschädigte mehrere Autos. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden etwa 200 000 Euro. In den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau sorgten umgestürzte Bäume für Verkehrsbehinderungen. Menschen wurden nicht verletzt.

12:33 Uhr: Unwetter auf Twitter

Bilder von golfballgroßen Hagelkörner sind auf Twitter #Unwetter zu sehen.

12:17 Uhr: Einzelne Schicksale

Viele Menschen in der Region haben die Auswirkungen des Unwetters zu spüren bekommen. Noch ist das Ausmaß der Schäden nicht absehbar. In Gebenhofen etwa wurde das Gebäude des Unternehmens "Die rollende Gemüsekiste" weitgehend zerstört, wie auf deren Facebookseite zu lesen ist. Auch viele der Firmenfahrzeuge wurden beschädigt. "Wir konnten nur einen Teil der Ware retten und bitten um ihr Verständnis, dass wir heute nur einen Teil ausliefern können", heißt es dort auf der Facebookseite.

 

12:05 Uhr:  Fotos dokumentieren die Verwüstung

Hier sind Bilder der Verwüstung, die der Tornado angerichtet hat.

 

11:45 Uhr: Helfer gesucht

Das Landratsamt Aichach-Friedberg hatte bereits am frühen Morgen einen öffentlichen Aufruf gestartet. Gesucht werden Handwerker, Baufirmen und freiwillige Helfer, die dabei helfen, die Schäden zu beseitigen. Vor allem Affing ist betroffen. Auf einen ersten Aufruf hätten sich laut Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes, bereits bis zu 15 Bau- und Handwerksfirmen gemeldet, die trotz des Feiertags einsatzbereit sind.  Freiwillige Helfer werden gebeten in passender Kleidung (Handschuhe etc.) zum Sportplatz in Gebenhofen zu kommen.

11:35 Uhr: Schaden geht in die Millionen

Der Sturm hatte am Mittwochabend Dächer abgedeckt, Mauern eingedrückt und Häuser unbewohnbar gemacht. Der Schaden geht in die Millionen. Sieben Menschen in der Region wurden leicht verletzt.

11:30 Uhr: Es war ein Tornado

Trümmer auf der Straße, Dächer, die komplett abgedeckt wurden: Das schwere Unwetter, das Mittwochabend zwischen 22:30 und 23 Uhr in Stettenhofen (Landkreis Augsburg) und Affing (Landkreis Aichach-Friedberg) gewütet hat, war kein gewöhnliches Gewitter. Es handelte sich um einen Tornado. Das Landratsamt Aichach-Friedberg spricht nun von einem Tornado. Laut Pressesprecher Wolfgang Müller wurde dies von Einsatzkräften bestätigt, die gestern vor Ort waren.

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