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14. Februar 2012 08:12 Uhr

Nach Eskalation beim Faschingsumzug Wörleschwang

Narrenvereine gehen wieder aufeinander zu 

Das Bude Team Fischach war erst von Umzügen in der Region ausgeladen worden

“Wir sind nicht besser oder schlechter als die anderen, aber wird sind keine brutalen „Mexikaner“.“ Mit diesem Schild nahm das Fischacher Bude Team am Umzugs in Zaisertshofen (Unterallgäu) am Sonntag teil.
Foto: Benjamin Rinke

"Ja, bei der Schlägerei in Wörleschwang nach dem Faschingsumzug waren welche aus unserer Gruppe dabei.“ Benjamin Rinke vom Bude Team in Fischach sagt: „Das möchte ich nicht abstreiten.“

Als Mexikaner nimmt das Team derzeit an den Faschingsumzügen an der Region teil. Doch nach der Prügelei in Wörleschwang wäre die Saison für die Fischacher fast vorbei gewesen. Die Faschingsvereine aus Zusmarshausen und Deubach schlossen den Verein schriftlich von ihren Umzügen aus. „Das haben wir bislang noch nie gemacht, das war das erste Mal“ sagt Christian Weldishofer, der den Umzug in Zusmarshausen organisiert. Zuletzt bekamen die Fischacher noch eine Absage aus Zaisertshofen. „Dort haben wir angerufen, die Sache geklärt und durften am vergangenen Sonntag mitfahren“, sagt Benjamin Rinke. Beim Nachtumzug in Altenmünster war das Bude Team auch dabei.

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Nachdem als Mexikaner verkleidete Teilnehmer der Faschingsparty in Wörleschwang einen 19-Jährigen gar mit Schuhen getreten haben sollten, fiel der Verdacht schnell auf die Fischacher Truppe. „Zwei von uns haben sich mit dem Opfer geprügelt, zwei weitere standen daneben. Aber sie haben nicht mit den Füßen getreten sagen sie. Sonst hätten wir sie sofort ausgeschlossen. So jemanden würde ich nicht schützen“, sagt Rinke. So steht nun Aussage gegen Aussage, der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft Augsburg.

Die vier beteiligten „Mexikaner“ hatten sich vergangene Woche bei der Zusmarshauser Polizei gemeldet. 

In Deubach findet am Faschingsdienstag der große Umzug statt – und die Fischacher sind mit dabei, trotz der schriftlichen Ausladung. Umzugsorganisator Michael Stöberl: „Die Sache hat sich geklärt, die Verantwortlichen sind zur Polizei gegangen. Soweit mir bekannt ist, wurden innerhalb des Teams intensive Gespräche geführt. Was genau in Wörleschwang ablief, ist nicht mein Thema.“

In Zusmarshausen dagegen werden die Mexikaner aus Fischach vermutlich nicht mitfahren. Mehr zum Fasching und den vielen Eskalationen am Rande lesen Sie in der Dienstagsausgabe der Wertinger Zeitung.

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