Die Bewohner des Alpen- wie auch des Beethovenviertels in Neusäß beklagen fehlende Stellplätze.

Parkplätze verzweifelt gesucht – das gilt sowohl für die Bewohner des Alpen- wie auch des Beethovenviertels in der Stadt Neusäß. Wie sehr sie die fehlenden Stellplätze für das Auto nerven, machten sie bei der gut besuchten Bürgerversammlung am Mittwochabend im Gasthaus Schuster in einer lebhaften Diskussion deutlich. Die Ursachen für die Parkplatznot sind dabei ziemlich unterschiedlich.
Im sogenannten Beethovenviertel liegt es daran, dass sowohl Mitarbeiter und Patienten wie auch Besucher des nahen Klinikums die Kosten für einen bezahlten Parkplatz sparen wollen – so sie denn überhaupt einen finden würden – und deshalb in das Quartier ausweichen, das zur Stadt Neusäß gehört. Patienten parken wochenlang vor ihren Häusern, klagte Andreas Schenk, und: „Wir wissen genau, wann die Mitarbeiter des Klinikums Schichtwechsel haben und wann die Besucher nach ihren Lieben im Krankenhaus schauen.“ Die Folge: „Die Anwohner schauen mit dem Ofenrohr ins Gebirge.“
Eine Lösungsmöglichkeit wären Anwohnerparkausweise, wie Schenk in einem Antrag an die Stadt deutlich gemacht hatte. Das sollte aber nicht über die Köpfe der Bürger hinweg entschieden werden, weshalb er eine Umfrage unter den Bewohnern des Beethovenviertels vorschlug.
Ein Vorstoß, der zwar von der Bürgerversammlung angenommen wurde und über den nun der Stadtrat beraten wird, der aber nicht den ungeteilten Beifall der Stadtverwaltung findet. Zumindest wies Gerald Adolf, der Leiter der Bauverwaltung, auf einige Hindernisse hin.
Man sollte abwarten, bis die Tiefgarage des Klinikums voraussichtlich heuer im Sommer mit immerhin 400 Stellplätzen fertig sei. Eine Marschroute, die auch Bürgermeister Hansjörg Durz einschlagen will.
Sogar ein öffentliches Parkhaus wurde in die Debatte geworfen, doch wer soll das finanzieren? Vielleicht gibt es eines schönen Tages eine Tiefgarage, wenn das jetzige Berufsschulzentrum einer Wohnbebauung gewichen ist, wie Bürgermeister Durz als letzten Funken Hoffnung den Besuchern der Bürgerversammlung mit auf den Nachhauseweg gab.
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