Freitag, 22. September 2017

23. März 2016 00:36 Uhr

Konzert

Ruf nach Barmherzigkeit

Wie es dem Diedorfer Orchester gelungen ist, das Publikum mit seiner Musik zu berühren

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Das Blasorchester des Musikvereins Diedorf erfüllte die Herz Mariä Kirche mit seinen Klängen.
Foto: Hans Fischer

Mit seinem Konzert hat das Blasorchester des Musikvereins Diedorf am Palmsonntag die Herz Mariä Kirche erfüllt und die Besucher in den Bann gezogen. Das Thema das Konzertes „Misericordia - Barmherzigkeit“ zog sich wie ein roter Faden durch alle Kompositionen, Texte und Gedanken. „Musik hat eine barmherzige Wirkung, sie kann nähren und heilen, den Durst und Hunger der Seele stillen. Musik legt sich wie ein Mantel um den Zuhörer und hüllt ihn ein, sie schenkt Heimat und ist eine Quelle von Hoffnung und Zuversicht in Tagen der Trauer und Einsamkeit“, so Elisabeth Wiedemann, die zwischen den Musikstücken sprach.

Eröffnet wurde das Programm mit dem Werk Choral Fantasie über „Komm, o Tod, du Schlafes Bruder“, BWV 56 von Johann Sebastian Bach nach einer Bearbeitung von Roland Kernen. Vom ersten Takt an gelang es dem Dirigenten Georg Miller eine Verbindung zwischen Musik, Musikern, den Zuhörern und dem Klangraum Kirche zu schaffen. Zarteste Töne sowie mächtige Klänge erfüllten den modernen Kirchenbau, der für die beiden zeitgenössischen Kompositionen „Give us this day“ von David Maslanka und „Gloriosa“ von Yasuhide Ito wie geschaffen war. Einfühlsam und mit Hingabe erklang Maslankas Werk mit der Kernaussage, dass die Zukunft unseres Planeten nur gelingen kann, wenn alle Individuen achtsam miteinander umgehen und tief miteinander verbunden sind, während die Sonne durch die bunten Glasfenster Farben an die Wände malte.

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Das längste und aufwändigste Werk des Konzertes war die sinfonische Dichtung „Gloriosa“, die von Yasuhide Ito im Jahr 1990 komponiert wurde. Die einmalige Kombination gregorianischer Gesänge und traditioneller japanischer Musik, die das Orchester grandios umsetzte, erzählt die Geschichte der Christen Japans im 16. Jahrhundert, die rigoros verfolgt und unterdrückt wurden.

Georg Miller gelang eine musikalische Interpretation eines anspruchsvollen Themas, das bei vielen Besuchern ein Gänsehautgefühl hervorrief. Das berühmte „Largo“ aus der Oper „Xerxes“ von Georg Friedrich Händel erklang in Würde, mit ergreifender Schönheit und einer emotionalen Wirkung. Die Komposition „River of hope“ von Michael Sweeney bot einfühlsame Melodien und beeindruckte durch seine Wärme, sodass der Satz von Papst Franziskus: „Barmherzigkeit macht die Welt gerechter und weniger kühl“, spürbar werden konnte. Mit dem „Abendsegen“ von Engelbert Humperdinck in einer Bearbeitung von Eiji Suzuki endete das Konzert.

Georg Miller und seinem Orchester gelang es bei diesem Kirchenkonzert in beeindruckender Weise, mit ihrer Musik die Herzen der Zuhörer zu öffnen und dem Ruf nach Barmherzigkeit in unserer schwierigen Zeit Ausdruck zu verleihen. Die Besucher bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus für die musikalische Leistung und das Zusammenspiel von Musik, Wort und Atmosphäre. (AL)

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