Auch im Kreis Augsburg erhielten Bauern verunreinigtes Saatgut. Unwissentlich säten sie deshalb Genmais auf ihren Feldern aus. Laut Amt für Landwirtschaft geht es um zehn Fälle in den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg. Von Pitt Schurian
Landkreis Augsburg. Auch im Kreis Augsburg erhielten Bauern verunreinigtes Saatgut. Unwissentlich säten sie deshalb Genmais auf ihren Feldern aus. Laut Amt für Landwirtschaft geht es um zehn Fälle in den Landkreisen Augsburg und Aichach-Friedberg. Genauer konnte es Behördenleiter Anton Högenauer gestern nicht aufschlüsseln.
Ringler bekam eine Lieferung nicht - zum Glück
Gerhard Ringler aus Langerringen, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, hörte von "fünf bis acht Fällen" im Augsburger Land. Diese Berufskollegen sollen eine verunreinigte Abfüllung von Maissaat der Sorte PR38H20 erhalten haben. Ringler: "Beinahe hätte es auch mich getroffen. Ich hatte ebenso diese Sorte bestellt, bekam aber eine Lieferung aus der nicht betroffenen Abfüllung."
Laut Aussagen der beteiligten Firmen scheint es strittig, wo und wann in der Produktions- und Handelskette gentechnisch behandelte Saat in Säcke mit dem normalen Maisgut gelangte. Und damit ist noch unklar, wer den Bauern den Schaden ersetzt. Ihnen fällt nun eine ganze Ernte aus.
Laut Högenauer soll die Panne erstmals im Februar in Niedersachsen aufgefallen sein. Es soll sich ursprünglich um Saatgut für eine Maissorte handeln, die vor allem für die Verwertung zu Biogas eingesetzt wird - nicht als Futtermais. Ein Teil wurde offenbar mit gentechnisch behandeltem Material verunreinigt.
Inzwischen scheinen alle Empfänger dieser Ware ermittelt. Alleine in Schwaben sollen es rund 40 Landwirte sein. Die betroffenen Landwirte mussten kurzfristig ihre Äcker umpflügen. "Es ging darum, dass der Mais nicht zum Blühen kommt und keine Pollen entstehen", erläutert Behördenleiter Högenauer.
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