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17. Dezember 2011 23:00 Uhr

Planung

Saniertes Aystetter Sportheim soll „Haus der Vereine“ werden

Gemeinderat befasst sich mit ersten Entwürfen der Renovierung und Erweiterung. Musikverein könnte mit einziehen. Umbau soll rund 750000 Euro kosten Von Petra Krauss-stelzer

Saniert und umgebaut könnte das Aystetter Sportheim ein „Haus der Vereine“ werden.
Foto: Marcus Merk

Aystetten Dem maroden, über 50 Jahre alten Sportheim wollen Aystettens Gemeinderäte endlich auf den Leib rücken. Auf der Sitzung des Gemeinderats präsentierte der Neusässer Architekt Josef Matthias Baumgartner den aktuellen Projektstand „Sanierung Sportheim“.

Der ursprüngliche Gedanke, mit der Sanierung zwei Vereine unter ein Dach zu bringen - nämlich den Wanderverein und den SV Cosmos - musste aufgegeben werden, erläuterte eingangs Bürgermeister Peter Wendel. Grund: Die Wanderer hätten keine Bereitschaft gezeigt.

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Deshalb fällt nun der Sanierungsvorschlag kleiner aus als die erste Variante. Allerdings: Aystettens Bürgermeister sähe gern den Musikverein mit unterm Dach des sanierten Sportheims, das er als „Haus der Vereine“ bezeichnete. Gemeinderat Peter Hartung, der ehemalige Vorsitzende des Aystetter Musikvereins, betonte jedoch, dass darüber erst mit den Musikern gesprochen werden müsse. Diese üben zurzeit im Keller des Bürgersaals. Zögen die Musiker ins Dachgeschoss des sanierten Sportheims, wäre der Bürgersaal-Keller frei für Lagerräume, so der Bürgermeister.

750 000 Euro wird die auf zwei Haushaltsjahre angelegte Sanierung des Sportheims kosten, rechnete Architekt Baumgartner vor. Bei der aktuellen Planung habe er wesentliche Elemente der Erstplanung berücksichtigt: So werden Parkplätze geschaffen - insgesamt 52 an der Zahl. Von diesen profitiert auch der benachbarte Tennisklub. Erwünscht war eine Steigerung der Attraktivität des Ambientes, etwa einen Platz für Feste zu schaffen; weiter bleibt das Gebäude an Ort und Stelle stehen, denn es bildet, so Baumgartner, einen sinnvollen Riegel zwischen angrenzender Wohnbebauung und Sportplatz. Eine Kostensenkung wurde schon durch das reduzierte Bauvolumen erreicht, nachdem der Wanderverein nicht mitmacht. Der neue Zuschnitt des Baus ändert wenig am Bestand.

Die im Keller befindlichen Duschen sollen ins Erdgeschoss verlagert werden. Dort sind dann auch die Umkleiden und die Schiedsrichterräume. Der Keller des Altbaus wird entkernt und für Lagerflächen genutzt, etwa für die Eisstockschützen; der Kellerzugang von außen bleibt. Der Zugang zum Sportheim erfolgt von der erhöhten, neuen Terrasse in der Mitte des Gebäudes aus, die auch über eine Rampe mit Rollstuhlbereich erschlossen wird. Bestehen bleibt der Treppenaufgang im Altbau; der neue Anbau an der Südseite wird nicht unterkellert. In ihm sind ein Aufenthaltsraum mit Thekenbereich und Vorratsraum geplant. Unterm Dach sollen Büro, Vereinsräume, Gymnastikraum, Jugendraum und eventuell der Musikverein untergebracht werden.

Insgesamt sollen im Sportheim 161 Quadratmeter für das Vereinsleben und 272 Quadratmeter für den Sport (inklusive Duschen) zur Verfügung stehen. Dem Musikverein werden 78, sonstigen Vereinen 26 Quadratmeter zugestanden. Mit Nebenflächen beträgt die Nettonutzfläche des Gebäudes 654 Quadratmeter, erläuterte Architekt Baumgartner.

Um Platz für die Parkplätze sowie etwas mehr Platz vor der Terrasse zu schaffen, muss der Sportplatz 15 Meter nach Osten verrückt werden. Bei der Finanzierung können die Vereinsmitglieder mit anpacken und durch Eigenleistung 30 000 bis 50 000 Euro sparen, meint der Architekt. Tritt die Gemeinde als Bauherr auf, kann sie ein zinsloses Darlehen von der BayernLabo, dem Förderinstitut der Bayern LB, erhalten, erklärte Wendel. Alternativ könnte, so Wendel, der Sportverein als Bauherr auftreten und Zuschüsse beim Landessportverband beantragen. Dabei müsste die Kommune aber vorfinanzieren.

Der Gemeinderat beauftragte schließlich die Verwaltung, die Entwurfsplanung für die Sportheimsanierung voranzutreiben, soweit dies im Haushalt 2011 darstellbar sei.

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