In der Stadt gibt es besonders viele Alleinerziehende. Sie sollen unter anderem mit dem neuen Projekt unterstützt werden Von Lena Bauer


von Lena Bauer
Familienbüro oder Familienstation wird sie nicht heißen – die Einrichtung, die am 16. März in Stadtbergen eröffnet werden soll. „Kontaktpunkt im Haus der Familie“, sei der Name, auf den sich die Mitglieder einer Projektgruppe letztendlich geeinigt haben. Das teilt Hannes Neumeier vom Amt für Jugend und Familie im Landratsamt mit. Er freut sich, dass mit dem Haus der Familie der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Stadtbergen ein „idealer Ort“ für das Projekt gefunden wurde. Das Konzept soll – trotz anderem Namen – ähnlich sein wie in den bestehenden Familienstationen im Landkreis, unter anderem in Diedorf und Dinkelscherben.
Die Sozialraumanalyse, die regelmäßig vom Landratsamt erstellt wird, habe gezeigt, dass in Stadtbergen Bedarf für diese Einrichtung besteht, auch aufgrund besonderer Bevölkerungsstrukturen: „Der Anteil der Alleinerziehenden ist in Stadtbergen besonders hoch“, berichtet Neumeier. Während der Sozialraumanalyse zufolge im Landkreis-Durchschnitt 19 Prozent aller Kinder von nur einem Elternteil erzogen werden, sind es in Stadtbergen 22 Prozent: 564 Kinder. Dazu komme eine hohe Dichte an Sozialwohnungen in der Stadt.
Alle, die Schwierigkeiten in der Familie haben, sollen sich künftig an die neue Einrichtung wenden dürfen, wie CSU-Stadträtin Carolina Trautner erklärt: „Ob es um häusliche Gewalt geht, um Armutssorgen, psychische Probleme, Schwierigkeiten bei der Kindererziehung oder die Doppelbelastung von Beruf und Familie geht: jeder soll hier Beratung, Unterstützung und Hilfe bekommen.“
Trautner sieht den Ort im Haus der Familie perfekt gewählt: „Es liegt zentral, in direkter Nähe zu Schule und Hort. Außerdem ist es ein offenes Haus – keiner muss sich outen, indem er es betritt.“
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