Sonntag, 19. Mai 2013

28. April 2012 13:00 Uhr

Zusmarshausen

Trachtler und Hippie grüßen am Ortseingang

Brauerei Schwarzbräu übernimmt die Gestaltung des Sortimo-Kreisverkehrs. Sperrung der Kreuzung ab Mittwoch.

So soll der Kreisverkehr nach Fertigstellung aussehen.
Foto: Andreas Lode

Der Markt Zusmarshausen bekommt ein neues Wahrzeichen: Der gerade entstehende Kreisverkehr vor dem Firmensitz von Sortimo International soll mit bis zu fünf Meter hohen Stahlfiguren geschmückt werden.

Das Besondere: Die von der Zusmarshauser Brauerei Schwarzbräu gestifteten Figuren sind ein Querschnitt durch die Gesellschaft – es gibt den Trachtler mit dem Bierkrug in der Hand, die Tänzerin, den Hippie mit der Gitarre, die Fußballerin oder auch das ganz normale Ehepaar von nebenan.

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„Wir wollten eine sympathische Szenerie mit sympathischen und modernen Menschen schaffen“, sagt Schwarzbräu-Geschäftsführer Leopold Schwarz zu dem Konzept hinter der Installation. „Es soll eine richtige Landmarke werden.“ Außerdem gehe es ihm darum, die Verbundenheit der Brauerei zu ihrer Heimat, Zusmarshausen, zu zeigen.

Entworfen hat die Stahlgestalten der bekannte Karikaturist Dieter Hanitzsch, der auch für verschiedene Tageszeitungen zeichnet. Hanitzsch ist darüber hinaus gelernter Bierbrauer und auch deswegen für Schwarzbräu eine ausgezeichnete Wahl, wie Schwarz sagt.

Der Bau des Kreisverkehrs wird rund 740000 Euro kosten, davon entfällt mit 380000 Euro mehr als die Hälfte auf den Markt Zusmarshausen.

Die Finanzierung und die Pflege für die Gestaltung des Kreisels übernimmt dagegen vollständig Schwarzbräu. Beim Zusmarshauser Bürgermeister Albert Lettinger kommt das Projekt der Brauerei gut an. „Wir wollen hier einen gemeinsamen Akzent setzen“, sagt er.

Den Kreisverkehr ist für Lettinger ein „lang gehegter Wunsch, der in Erfüllung geht“. Die Kreuzung der beiden Staatsstraßen 2027 und 2527 vor dem Firmensitz von Sortimo war laut Lettinger stets relativ unübersichtlich und deshalb nicht ganz ungefährlich. „Darum wollen wir den Kreisel kräftig mitfinanzieren, auch wenn das gewisse Anstrengungen bedeutet.“

Vollsperrung der Kreuzung von Mai bis Juni

Der Neubau des Kreisverkehrs läuft bereits seit Mitte März, Ende Juli sollen die Bauarbeiten dann abgeschlossen sein. Im Moment erfolgen hauptsächlich Kanalbauarbeiten, ab Mai entstehen dann der eigentliche Kreisverkehr und ein Geh- und Radweg. Insgesamt drei Monate, von Mittwoch, 2. Mai, bis Freitag, 27. Juli, wird die Kreuzung deshalb vollständig gesperrt sein.

Der fertige Kreisel wird am Ende einen Durchmesser von 26 Metern und Platz für fünf Äste haben. Zuvor war im Marktgemeinderat diskutiert worden, ob der Kreisverkehr vier oder fünf Äste haben soll. Hintergrund waren Überlegungen, dass zwischen der Ortseinfahrt und der Zufahrt zur Autobahn einmal ein kleines Gewerbegebiet an der Roth entstehen könnte.

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