Freitag, 15. Dezember 2017

05. Dezember 2017 15:53 Uhr

Kreis Augsburg

Unbekannter will Buben Babykatzen zeigen und ihn in sein Auto locken

In Anhausen spricht ein Unbekannter einen Zwölfjährigen an. Die Schulleitung reagiert nach dem Vorfall mit einem Brief an die Eltern. Die Polizei sichert mehr Streifen im Ort zu.

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Mit der Frage, ob er kleine Katzen sehen wolle, hat offenbar ein Unbekannter einen 12-Jährigen in Anhausen angesprochen.
Foto: Sebastian Suchy (Symbolbild)

Ein zwölfjähriger Bub soll am Montagabend in Anhausen von einem Fremden angesprochen worden sein. Offenbar hat der Unbekannte den Zwölfjährigen gefragt, ob er Babykatzen sehen und in sein Auto steigen will. Der Bub reagierte richtig: Er lief sofort nach Hause und berichtete seinen Eltern über den Vorfall. Die Schulleitung der Grund- und Mittelschule Diedorf reagierte und informierte die Eltern in einem Brief. Der Leiter der Polizeiinspektion in Zusmarshausen, Raimund Pauli, rät zu Besonnenheit: Panik sei jetzt nicht angebracht. Eltern sollten ihre Kinder sensibilisieren. Wenn ihnen etwas Verdächtiges auffalle, dann sollten es Buben und Mädchen ihren Eltern melden, damit die sofort die Polizei verständigen können.

So wie im aktuellen Fall in Anhausen: In der Burgwalder Straße im Diedorfer Ortsteil Anhausen sprach ein Unbekannter laut Polizei um 18.25 Uhr – also nicht auf dem Schulweg – den Zwölfjährigen aus einem Auto heraus an.

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Schulleitung bittet Eltern, mit ihren Kindern zu besprechen, wie sie sich verhalten sollen

Der Mann soll etwa 40 bis 45 Jahre alt sein. Er forderte den Bub offenbar auf, in den Wagen zu steigen. Der Mann sei dann weiter in Richtung Dorfmitte Anhausen gefahren. Bei seinem Fahrzeug handelt es sich um einen verschmutzten, weißen oder silberfarbenen VW, vermutlich Touran. Der verdächtige Mann hatte einen Drei-Tage-Bart, ein faltiges Gesicht und sprach mit schwäbischen Dialekt. Polizeichef Pauli versucht den Vorfall einzuordnen: „Es handelt sich nach jetzigem Stand um einen Einzelfall. Der Sachverhalt wird noch näher abgeklärt. Eine allgemeine Gefährdungslage besteht nicht. Gleichwohl wird die Polizei Zusmarshausen in Anhausen die Streifenpräsenz erhöhen.“ Die Schulleitung bittet die Eltern, mit ihren Kindern zu besprechen, wie sie sich richtig verhalten sollen.

Experten raten außerdem, dem Nachwuchs keine Angst zu machen, sondern mit den Sprösslingen in Ruhe zu reden. Kinder dürfen keinesfalls in ein fremdes Auto steigen und sollten auch immer Abstand halten. Außerdem dürfen sie nichts annehmen oder mit jemandem mitgehen.

Der Fall in Anhausen ist nicht der einzige dieser Art

Vor zwei Wochen gab es einen ähnlichen Vorfall in Fischach. Ein Unbekannter soll einen elfjährigen Schüler auf dem Marktplatz angesprochen haben. Das hatte offenbar eine Frau mitbekommen – sie ging dazwischen. Die Polizei bat daraufhin die etwa 30 bis 40 Jahre alte Passantin mit den blonden Haaren, sich zu melden. Sie könnte helfen, mehr Klarheit in den Fall zu bekommen. Doch weitere Hinweise blieben bislang aus.

Der Unbekannte wurde von dem Elfjährigen so beschrieben: Er soll zwischen 65 und 70 Jahre alt sein, ist etwa 180 Zentimeter groß, war unrasiert und hatte auffallende Falten im Gesicht. Er hat laut Polizei ein schlankes Erscheinungsbild und weiße, glatte Haare.

Aufregung und Unsicherheit gab es jüngst auch in Langerringen: Ein Unbekannter hatte aus seinem Auto heraus zwei Schüler angesprochen, die auf dem Heimweg von der Grundschule im Bereich der Viktor-von-Scheffel-Straße unterwegs waren. Er zeigte ihnen ein Heiligenbild, danach liefen die Kinder sofort nach Hause und erzählten ihren Eltern von der unheimlichen Begegnung. Die Schulleitung bat daraufhin in einen Elternbrief um erhöhte Aufmerksamkeit, außerdem wurde der Vorfall in allen Klassen besprochen. Bei der Polizei in Schwabmünchen gingen nach der Veröffentlichung mehrere Hinweise ein. Sie führten schließlich zu einem 52-jährigen Landwirt aus dem Landkreis Aichach-Friedberg.

Gegenüber der Polizei gab der Mann zu, mehrere Kinder angesprochen und ihnen Heiligenbilder gezeigt zu haben, berichten die Ermittler. Er sei überzeugter Katholik und wolle seinen Glauben verbreiten. Der Landwirt versprach gegenüber der Polizei, sich künftig von Kindern fernzuhalten.

Hinweise: Wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich bei der Polizei in Zusmarshausen unter der Telefonnummer 08291/1890-0 melden.

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Ein Artikel von
Maximilian Czysz

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Ressort: Lokalnachrichten


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