Vor allem zwischen München und Augsburg ging Dienstagfrüh auf der schneeglatten A8 streckenweise gar nichts mehr: Mehrfach kam es zu kilometerlangen Staus und Behinderungen. Vor allem Lastwagenfahrer hatten mit der glatten Fahrbahn zu kämpfen.
Bei Adelzhausen (Landkreis Aichach-Friedberg) kamen am Morgen in Fahrtrichtung Stuttgart gleich drei Sattelschlepper ins Rutschen und standen anschließend quer. Zwei Fahrstreifen mussten vorübergehend gesperrt werden. Der Verkehr staute sich über mehrere Kilometer.
Auf gleicher Höhe, jedoch in anderer Fahrtrichtung ereignete sich gegen 8 Uhr ein weiterer Unfall. Der Fahrer eines Lastwagens war laut Polizei wohl zu schnell unterwegs, verlor die Kontrolle über seinen Transporter und prallte an die Betonmittelwand. Der Aufprall war offenbar dermaßen heftig, dass sich die Verriegelung der Fahrerkabine öffnete und der Fahrer herausgeschleudert wurde. Der Beifahrer wurde eingeklemmt und musste von den Rettungskräften befreit werden. Beide Personen kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser nach Augsburg und Dachau. Die Unfallstelle war bis circa 11 Uhr teilweise gesperrt. Der Verkehr war nur auf einem Fahrstreifen in Richtung München möglich und staute sich daher teils über mehrere Kilometer.
Auch bei Zusmarshausen (Landkreis Augsburg) geriet in den frühen Morgenstunden ein Lastwagen ins Schleudern. Dabei wurde der Tank des Sattelschleppers aufgeschlitzt, der Anhänger kippte um. Da 200 bis 300 Liter Diesel ausliefen, musste die Fahrbahn in Richtung Augsburg von der Feuerwehr gereinigt werden. Ein Spezialunternehmen barg den Anhänger. Die Autobahn wurde für mehrere Stunden gesperrt.
Auf der A96 zwischen Landsberg-West und Buchloe kamen innerhalb kurzer Zeit gleich drei Autofahrer ins Schleudern und prallten mit ihren Wagen gegen die Mittelleitplanke oder rutschten in den Graben. Die drei Autofahrer waren laut Polizei alle zu schnell unterwegs. Verletzt wurde niemand, allerdings kam es auch hier zu Verkehrsbehinderungen.
Gegen Mittag hatte sich die Situation auf den Straßen größtenteils beruhigt. Laut Polizei kam es nur noch vereinzelt zu Behinderungen. AZ