Samstag, 21. Oktober 2017

20. Juni 2017 14:16 Uhr

Oberschönenfeld

Was blüht denn da im Schmuttertal?

Mit einem umfangreichen Programm soll am Sonntag die Vielfalt der Flora und Fauna gezeigt werden Von Siegfried P. Rupprecht

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Nicht nur für Fotografen wie Hugo Fössinger ist das Schmuttertal ein lohnendes Ziel: Es gibt dort seltene Blumen und Tiere zu sehen. Am Sonntag werden die Besonderheiten der Flora und Fauna vorgestellt. 
Foto: Marcus Merk

Naturfreunde sollten sich den Sonntag, 25. Juni, im Kalender anstreichen. An dem vom Magazin GEO ausgerufenen „Tag der Natur“ bietet der Naturwissenschaftliche Verein für Schwaben (NWVS) und der Naturpark Augsburg - Westliche Wälder in einem Gemeinschaftsprojekt einen faszinierenden Einblick in die naturkundliche Vielfalt im Schmuttertal. Start des umfangreichen Programms ist um 13 Uhr in Oberschönefeld am Naturpark-Häusle.

Der „Tag der Natur“ hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesteckt. Es gelte, in einem begrenzten Gebiet möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu entdecken, so NWVS-Vorsitzender Michael Mährlein in einer Pressemitteilung. Dafür werde das Schmuttertal von Dietkirch bis südlich Margertshausen ausgewählt.

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Genauer unter die Lupe genommen wird dort die Auenlandschaft. Die Experten gehen den Fragen nach: Was wächst hier? Welche Tiere und Pflanzen kommen vor? „Damit soll der Blick auf die Biodiversität vor unserer Haustür gelegt werden“, verdeutlicht Eva Liebig vom Naturpark Augsburg - Westliche Wälder. Sie hat dafür eine einleuchtende Begründung: „Nur was man kennt und versteht, wird auch geachtet und geschützt.“ Die Ergebnisse dieser Exkursion werden beim GEO-Tag der Natur präsentiert.

Warum das Schmuttertal für die Expedition in die heimische Natur ausgewählt wird, hat seinen besonderen Grund. „Es ist ein Juwel des Naturschutzes in Schwaben“, urteilen Michael Mährlein und Eva Liebig übereinstimmend. Es habe viel zu bieten.

In der Tat: Das Schmuttertal steht von Fischach bis Täfertingen als sogenanntes „Flora-Fauna-Habitat-Gebiet“ europaweit unter speziellem Schutz. Es ist Teil des europäischen Naturerbes „Natura 2000“. Dieses rund 900 Hektar große Areal, das sich von Fischach bis Täfertingen erstreckt, verdankt seinen Artenreichtum vor allem der kaum begradigten Schmutter und den ihr begleitenden blütenreichen Wiesen.

Die regelmäßigen Überschwemmungen des Flüsschens verhindern intensive Ackernutzung. Die Folge davon ist eine wechselfeuchte Aue mit Nass- und Feuchtwiesen. Dadurch entstehe ein hochwertiger Lebensraum mit seltenen Pflanzen- und Tierarten, verdeutlicht Eva Liebig.

Prägend sind dort Flachland-Mäh- und Streuwiesen sowie Gräben und Saumstreifen. Diese Lebensadern fördern Rückzugsräume für Flora und Fauna. So dominieren dort je nach Jahreszeit neben Wiesenflockenblumen, Prachtnelken, Große Wiesenknöpfe und Sumpfvergissmeinnichte Tierarten wie Helle und Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläulinge, Grüne Keiljungfern - Libellen mit einer Flügelspannweite von rund 6,5 Zentimeter, Schwarzkehlchen und Laubfrösche. Die Verantwortlichen wissen aber auch: Ohne die engagierte Mithilfe der Landwirte vor Ort hätte das „Biodiversitätsprojekt Schmuttertal“, das 2009 aus der Taufe gehoben wurde, keine wirkliche Zukunft. Selbstverständlich ist dieser Einsatz nicht: Die Bewirtschaftung der Wiesen erfolgt unter erschwerten Bedingungen. Zudem ist diese Landschaftspflege kostenintensiv.

Das Biodiversitätsprojekt sei bis 2016 über eine Projektmanagementgruppe vorangebracht worden, berichtet Eva Liebig. Seit heuer hat der Naturpark Augsburg - Westliche Wälder in Allianz mit den Kommunen Fischach, Gessertshausen, Diedorf und Neusäß und dem Landkreis Augsburg die Maßnahme übernommen. Die Inhalte seien nach wie vor gleich, betont Liebig und nennt Landschaftspflege auf naturschutzfachlich relevante Flächen, Graben- und Saumstreifenlenkung, Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit. Das alles seien auch heute zentrale gesellschaftliche Aufgaben, ergänzt Mährlein.

Das europäische Schutzgebietsnetz Natura 2000 feiert heuer 25. Jubiläum. „Das Schmuttertal ist das Schmuckkästchen in Schwaben“, betont Anton Burnhauser von der Naturschutzabteilung der Regierung von Schwaben beim Auftakt der Feierlichkeiten. Die Vielfalt auf den bunten Wiesen und die Insekten- und Vogelwelt gilt als einzigartig.

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