Langweid Die Zeichen stehen auf erste Bundesliga. Der TTC Langweid hat dazu für die kommende Saison die vielfache japanische Tischtennis-Nationalspielerin Aya Umemura verpflichtet, die derzeit noch für den TuS Holsterhausen in der Bundesliga spielt. "Damit steigen natürlich unsere Ambitionen", strahlt Managerin Martina Erhardsberger über den gelungen Coup. Von oliver reiser

Aya Umemura ist in Langweid keine Unbekannte. Die ehemalige Nummer elf der Weltrangliste weilte bereits zwei Jahre in der Tischtennis-Hochburg am Lech, war an den beiden letzten deutschen Meisterschaften 2006 und 2007 nicht nur als Spielerin maßgeblich beteiligt. Nach dem Ausstieg des Namensgebers Müllermilch knüpfte sie die Kontakte zu einer japanischen Firma für die Vermarktung von Sportrechten, die sich als Sponsor auf den Trikots präsentierte.
Italien und Holsterhausen
Über die Stationen ASD Sandonatese (Italien) und TuS Holsterhausen kehrt die mittlerweile 33-Jährige nun nach Langweid zurück, obwohl auch Bundesligisten wie der FSV Kroppach an ihr interessiert waren. "Aya wird ihren Lebensmittelpunkt weiterhin in Düsseldorf haben, wo sie als Assistenztrainerin beim Deutschen Tischtennis-Bund arbeitet", berichtet Martina Erhardsberger, "sie will jedoch so oft wie möglich bei der Trainingsgruppe in Langweid vor Ort sein." Mit Umemura als Nummer eins soll dann in der Saison 2010/11 der Aufstieg in die Eliteliga angepeilt werden.
In dieser Saison ist der Zug bereits abgefahren. Der TSV Schwabhausen mit der Tischtennis-Ikone Olga Nemes strebt unaufhaltsam der Meisterschaft entgegen. Doch auch Platz zwei könnte vielleicht noch interessant werden. "Man hört schon was", sagt Martina Erhardsberger zu Gerüchten aus den Tiefen der Tischtennis-Szene, "aber es gibt noch überhaupt nichts Konkretes." Die Spatzen pfeifen jedoch von den Dächern, dass der eine oder andere Verein aus der ersten Bundesliga nicht mit Aufstiegs- sondern mit Ausstiegsgedanken spielt. "Die Frage, ob ein Nachrücken in die Bundesliga möglich ist, werden wir uns erst stellen, wenn der zweite Platz definitiv gesichert ist", verweist die spielende Managerin bezüglich aller Spekulationen auf das umfangreiche Restprogramm.
"Endspiel" um Platz zwei
Ein echtes Endspiel um diesen zweiten Platz steht für Wang Lei, Katharina Schneider, Larisa Stancu, Kathrin Meyerhöfer und Erhardsberger am Samstag an. Der TTC Langweid (14:4 Punkte) ist um 16 Uhr zu Gast beim TTC Optolyth Wendelstein (15:3), gegen den man in der Vorrunde überraschend nicht über ein 5:5-Unentschieden hinauskam. Am Sonntag (14 Uhr) wartet dann in der Langweider Dreifachturnhalle eine Pflichtaufgabe gegen NSU Neckarsulm (8:10).
"Wir entscheiden nach Form und Taktik, wer zum Einsatz kommt", sagt Erhardsberger. Sie selbst wird am Sonntagvormittag in der "Zweiten" aushelfen, um endgültig den Klassenerhalt in der Regionalliga zu sichern. "Mal sehen, ob ich danach konditionell noch einen Einsatz in der 'Ersten' packe."
Mitfahrgelegenheit Gemeinsame Abfahrt zum Spiel nach Wendelstein ist am Samstag, 13.30 Uhr, vor der Halle.
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