Samstag, 1. Oktober 2016

02. März 2015 00:02 Uhr

Basketball

Kangaroos werden übelst beschimpft

Bei der 82:89-Niederlage der BG Leitershofen/Stadtbergen beim VfL Treuchtlingen kommt es zu rassistischen Beleidigungen

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Mit der Angst bekamen es die Akteure der BG Leitershofen/Stadtbergen bei ihrem Gastspiel in Treuchtlingen zu tun. Insbesondere die dunkelhäutigen Spieler wie André Lockhart wurden rassistisch beschimpft.
Foto: Marcus Merk

Eine unglückliche 82:89 (66:66, 30:44)-Niederlage nach Verlängerung musste die BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen am Samstagabend in der 1. Basketball-Regionalliga Südost beim VfL Treuchtlingen hinnehmen. Viel schlimmer: Im Hexenkessel der mit 700 Zuschauern besetzten Halle mussten die Leitershofer auch übelste rassistische Beschimpfungen hinnehmen.

BG-Abteilungsleiter Andres Santiago war außer sich: „Bei allem Respekt vor der beeindruckenden Atmosphäre kann es trotzdem nicht sein, dass auf der Tribüne übelste rassistische Äußerungen gegenüber unseren dunkelhäutigen Spielern und deren Angehörige fallen. Wir gehen davon aus, dass die Treuchtlinger Verantwortlichen uns bei der Identifikation dieser Leute, die in einer Sporthalle nichts zu suchen haben, unterstützen.“ In der Verlängerung landete dann sogar noch eine Flasche aus den Zuschauerrängen auf dem Spielfeld, was aber zum Glück keine Verletzungen bei Spielern nach sich führte. „Auch wenn dies alles mit dem Ausgang des Spieles nichts zu tun hat, werden wir hier die entsprechenden Schritte einleiten“, kündigte Santiago an.

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Zweimal nach aussichtslosen Rückständen zurückgekehrt

Unter dem Strich boten die Leitershofer trotz der Schwächephase Ende der ersten und Anfang der zweiten Halbzeit eine couragierte Leistung und hielten in dem unglaublichen Hexenkessel lange stand. Man kehrte zweimal nach aussichtslosen Rückständen zurück und blieb bis zum Schluss im Spiel. Und dass, obwohl man bei einem Foulverhältnis von 39:14, einem Freiwurfverhältnis von 16:53 und insgesamt sechs Spielern, die mit fünf Fouls das Spielfeld vorzeitig verlassen mussten (gegenüber keinem Einzigen auf Treuchtlinger Seite) doch mit recht widrigen Randbedingungen zu kämpfen hatte.

Neben den beiden Langzeitverletzten Sebastian Woelki und Milan Tesic musste die BG auch auf Dennis Behnisch (Bänderverletzung) und Florian Spindler (krank) verzichten. Dazu gingen Kapitän Alexander Chalusiak und Nedim Hadzovic stark grippegeschwächt in die Partie. Keine optimalen Vorzeichen also für die Kangaroos, und alles andere als optimal begann auch das Spiel.

Rund 700 Zuschauer sorgen für einen Hexenkessel

Schnell lag man 1:10 im Rückstand. Die Treuchtlinger waren angetrieben von rund 700 Zuschauern in der randvollen Senefelder Sporthalle sofort hellwach und gewannen das erste Viertel mit 28:16. Vor allem deren Topscorer Schmoll konnten die Stadtberger in dieser Phase kaum stoppen. Danach wendete sich das Blatt erstmals. Zwei Dreier von Harald Debelka und ein weiterer von Max Uhlich sorgten erst für eine Ergebnisverkürzung. Uhlich brachte die Seinen am Ende einer 13:1-Serie sogar mit 30:29 in Führung (35.). Dies schien auch die Stadtberger selbst zu überraschen. Denn fortan ging erst einmal im Angriff gar nichts mehr. Halbzeitübergreifend blieb man fast acht Minuten ohne jeglichen Korberfolg und musste nun bis zum 30:50 eine eigene 0:21-Serie hinnehmen. Die Frage war, ob es für die Kangaroos jetzt eine richtig derbe Klatsche geben würde oder ob man noch einmal in dieses Spiel zurückkehren konnte?

Man konnte. Trainer Adnan Badnjevic stellte auf eine Zonenverteidigung um, mit der Treuchtlingen nicht zurechtkam. Sein Team zeigte unglaubliche Moral, und so gelang es den Kangaroos, Punkt um Punkt zu verkürzen. Angetrieben vom starken Quartett Henje Knopke, André Lockhart, Harald Debelka und vor allem immer wieder Max Uhlich gingen die Gäste in der 36. Minute erneut mit 62:61 in Führung. Doch die kampfstarken Mittelfranken gaben noch nicht auf. Es wurde verbissen gekämpft. Treuchtlingen vergab zehn Sekunden vor dem Ende zwei Freiwürfe, den letzten Angriff konnte Leitershofen aber auch nicht verwerten, sodass es in einer inzwischen hoch spannenden und absolut packenden Partie in die Overtime ging.

Diese mussten die Stadtberger aber weiter dezimiert bestreiten, denn nach und nach verabschiedeten sich Spieler um Spieler mit dem jeweils fünften Foul auf die Bank. Das Team aus dem Altmühltal erwischte somit wieder den besseren Start, zog auf acht Punkte davon, Leitershofen verkürzte noch einmal 40 Sekunden vor dem Ende durch Julian Breuer auf 79:83, musste das Match dann aber mit vier Spielern zu Ende bringen. Eine neuerliche Wende des Spiels war somit nicht mehr möglich. Durch diese Niederlage musste man Bayern München II in der Tabelle vorbeiziehen lassen. Am kommenden Samstag geht es für die Leitershofer nun mit einem Heimspiel gegen den TSV Breitengüssbach weiter.

Pech hatte auch die zweite BG-Garnitur, in der 2. Regionalliga Süd verlor man das Duell bei SJ Gröbenzell ebenfalls denkbar knapp mit 71:73. (asan)

BG Leitershofen/Stadtbergen: Spindler, Lockhart (24), Braun (1), Chalusiak, Uhlich (16/2 Dreier), Hadzovic (2), Veney (3), Debelka (16/4 Dreier), Knopke (11/1 Dreier), Lester (4), Breuer (5/1 Dreier).

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