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15. Juli 2009 16:37 Uhr

Augsburger Polizei ermittelt

24-Jähriger soll Freundinnen brutal misshandelt haben

Ein 24-jähriger Mann soll seine Freundinnen bedroht und zu verschiedenen sexuellen Praktiken gezwungen haben. Die Augsburger Polizei ermittelt und ist sich sicher, dass der Mann insgesamt fünf jungen Frauen ein Martyrium bereitete.

Von Jörg Heinzle

Der Fall kam ins Rollen, als sich vor vier Monaten eine 17-Jährige bei der Polizeiinspektion Augsburg-Süd meldete. Das Mädchen erzählte den Beamten, sie werde von ihrem Freund bedroht, geschlagen und misshandelt.

Die Polizisten begannen nachzuforschen, nach und nach zeigte sich die ganze Dimension des Falls. Sie sind sich inzwischen sicher, dass der 24-Jährige insgesamt fünf jungen Frauen ein Martyrium bereitete.

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Schon vor sieben Jahren soll alles begonnen haben. Zu seiner damaligen Freundin war der 24-jährige Sohn türkischer Einwanderer, anfangs offenbar sehr freundlich und nett. Doch nach einiger Zeit soll er ein ganz anderes Gesicht gezeigt haben.

Er schlug zu, drohte und zwang die Freundin zu verschiedenen sexuellen Praktiken. Später machte er genauso weiter, glauben die Ermittler. Auch vier weitere Ex-Freundinnen des 24-Jährigen berichten von brutaler Gewalt, von Demütigungen und erzwugenem Sex. Er soll den Frauen auch verboten haben, auszugehen, mit anderen Männern zu reden oder sich mit ihnen zu treffen.

Vor einem Monat haben Beamte der Kriminalpolizei den 24-jährigen Azubi in seiner Augsburger Wohnung festgenommen. Seither sitzt er in Untersuchungshaft. Die Ermittler wollen nach AZ-Informationen auch prüfen, ob der junge Mann an einer seelischen Störungen leidet.

Die Opfer, auch sie kommen alle aus türkischstämmigen Familien, hatten offensichtlich große Angst vor dem 24-Jährigen und vertrauten sich deshalb so gut wie keinem an. Der Mann soll den Frauen unter anderem damit gedroht haben, dass die Beziehungen öffentlich macht.

Für die Ermittler der Polizei war der Fall schwierig, weil sie das Umfeld des 24-Jährigen intensiv durchleuten mussten und nur so nach und nach Kontakt zu den weiteren Opfern bekamen. Bislang schweigt der Verdächtige. Als Gewalttäter war er der Polizei bislang nicht aufgefallen. Auch sein Anwalt Florian Engert wollte sich zu den schweren Vorwürfen, die in den Ermittlungsakten stehen, noch nicht äußern.

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