Donnerstag, 8. Dezember 2016

05. Januar 2016 14:05 Uhr

Augsburg

6000 Christen kommen zu Konferenz nach Augsburg

Die sogenannte Gebetshaus-Gruppe erwartet etwa 6000 Christen zu einem Treffen. Ihre Bedenken: aggressive Säkularisierung und Erosion christlicher Werte. Was steckt dahinter? Von Eva Maria Knab

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Etwa 6000 Christen werden noch bis Dreikönig auf einem Treffen der Gebetshaus-Gruppe erwartet.
Foto: KNA, www.kna-bild.de

6000 Teilnehmer aus ganz Europa werden zu einem Treffen von Christen in der Augsburger Messe erwartet, das noch bis zum morgigen Dreikönigstag dauert. Organisiert hat es die sogenannte Gebetshaus-Gruppe rund um Johannes Hartl. Auf dem Programm stehen Vorträge, Gottesdienste und andere Veranstaltungen. Prominentester Gast ist der Passauer Bischof Stefan Oster, der am Montag nach Augsburg kam. Zwei Drittel der Teilnehmer sind katholisch, aber es kommen auch Protestanten, viele von ihnen freikirchlich orientiert. Das Motto lautet „Real love – wahre Liebe“.

Ex-Bischof Mixa unterstützt Gruppe

Die Gebetshaus-Initiative wurde 2005 gegründet, 2007 ließen sich Hartl und seine Mitstreiter in Augsburg nieder, anfangs in Hochzoll, mittlerweile in der Pilsenerstraße in Göggingen. Er habe das „als Ruf Gottes empfunden“, berichtet der 36-Jährige. Der damalige Bischof Walter Mixa öffnete der Bewegung die Türen, doch viele in der Diözese blieben zurückhaltend. Es gebe Vorbehalte gegen schnell wachsende Gruppierungen, so Hartl. Die Frage sei aufgetaucht, „wie weit bei uns die Katholizität ausgeprägt ist“.

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Mittlerweile hat die Organisation 25 angestellte Mitarbeiter; ihr Gehalt ist spendenfinanziert. Der verheiratete Vater von vier Kindern versteht seine Organisation als „inspirative Kraft für die Kirche“. Ihre Mission sei es, Menschen für die Leidenschaft zum Gebet zu gewinnen. Es gebe Überschneidungen zu Konservativen und zu Charismatikern. „Aber wir sind nicht konservativ und auch nicht liberal.“ Das ist zu spüren, wenn der Theologe über den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen oder Homosexuellen spricht.

Christen beklagen aggressive Säkularisierung und Erosion christlicher Werte

Über diese Themen werde „mit falscher Betonung“ diskutiert, wenn Grundfragen nicht geklärt seien, erläutert Hartl. „Nämlich: Wer ist Gott und was bedeutet er für mein Leben?“ Wenn Hartl auf die Kirche der Gegenwart blickt, empfindet er „große Wertschätzung, obwohl ich um die Gebrochenheit der Kirche weiß“. Jedoch habe die Kirche zumindest in Deutschland „die Zeichen der Zeit weitgehend nicht erkannt“. Hartl beklagt eine „aggressive Säkularisierung“ und eine „Destabilisierung im Inneren des Menschen“ sowie die Erosion christlicher Werte.

Die „Mehr“-Konferenz habe 2008 mit 130 Leuten angefangen. Seitdem ist die Zahl der Teilnehmer gewachsen. Die Kosten werden durch die Teilnehmergebühren gedeckt; ein Dauerticket kostet 120 Euro. Es gibt einen Livestream im Internet, Fernsehsender wollen berichten. „Aufs Jahr verteilt erreichen wir eine halbe Million Leute“, sagt Hartl.

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Eva-Maria Knab

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Ressort: Lokalnachrichten Augsburg


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