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14. August 2010 09:25 Uhr

Christopher Street Day

80er-Jahre-Star Limahl tritt heute in Augsburg auf

Limahl, Popstar aus den 80ern, gibt heute Abend ein Konzert auf dem Augsburger Rathausplatz. Gewidmet ist es den Homosexuellen.

Sänger Limahl.

"Too Shy" heißt zu schüchtern. Schüchtern ist Limahl nicht. Vor allem nicht, wenn es um seine Homosexualität geht. Der britische Pop-Sänger steht öffentlich zu seinem Partner und macht so vielen anderen Homosexuellen Mut. Mit der Single "Too Shy" stürmte er mit der Gruppe Kajagoogoo Anfang der 80er die Charts. Beim Christopher Street Day (CSD), der heute auf dem Augsburger Rathausplatz gefeiert wird, steht er ab 19 Uhr auf der Bühne.

Wie wichtig ist der Christopher Street Day für Sie?

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Limahl: Natürlich ist der CSD für mich persönlich wichtig, da ich selbst schwul bin und seit sechzehn Jahren eine tolle Beziehung mit einem großartigen Mann habe. In Großbritannien ist unsere Beziehung auch rechtlich anerkannt und nennt sich "Civil Partnership" - vergleichbar mit einer deutschen Lebenspartnerschaft, mit ähnlichen Rechtsansprüchen.

Hat der Tag sonst noch eine Bedeutung für Sie?

Limahl: Natürlich feiere ich gerne, wie auch die anderen Schwulen und Lesben. Aber wir wollen mit dem CSD, den Partys und den Paraden auch ein bisschen für politische Furore sorgen. Wir wollen den Menschen zeigen, dass wir uns nicht länger verstecken. Es gibt immer noch viel zu viele Menschen, die glauben und sagen, es sei falsch, schwul zu sein.

Heute werden Sie auf dem Augsburger Rathausplatz auftreten. Waren Sie schon einmal hier?

Limahl: Ja, ich war schon einmal in Augsburg, aber leider nur sehr kurz. Deshalb hoffe ich, dass ich am Sonntag noch Zeit habe, mich umzusehen. Ich darf also nicht die ganze Nacht durchfeiern.

Was wissen Sie über Augsburg?

Limahl: Ich weiß noch nicht allzu viel. Aber ich besuche hier zwei deutsche Freundinnen, eine ist sogar gebürtige Augsburgerin. Sie wollen mir die Stadt zeigen.

1983 haben Sie die Band Kajagoogoo nach Differenzen zwischen den Bandmitgliedern verlassen und hatten solo beispielsweise mit dem Song "Neverending Story" große Hits. Mittlerweile seid Ihr aber wiedervereint.

Limahl: Ja, Kajagoogoo sind wieder zusammen. Wir machen einige "Live"-Shows und es ist schön, den ganzen emotionalen Ballast hinter uns lassen zu können. Und glaubt mir, davon gab es eine Menge.

Ist ein neues Kajagoogoo-Album in Arbeit?

Limahl: Wir haben vier neue Songs aufgenommen, und diese EP-CD kann man auch auf unserer Website www.kajagoogoo.com kaufen.

Was denken Sie rückblickend über die 80er Jahre?

Limahl: Ich bin wehmütig und stolz zugleich, dass damals mein Traum, Musiker zu werden, wahr geworden ist. Die frühen 80er waren eine bunte Zeit, eine optimistische Zeit, eine Zeit mit großartigen Frisuren und großartiger Mode. Manches war gut, manches natürlich eher weniger. Aber auch die neuen Sounds der elektronischen Musik und der Synthesizer sind entstanden. Deutsche Bands wie Kraftwerk schlugen in Großbritannien ein. Ich liebe den Song "The Model" immer noch. (AZ/ziss)

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