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16. März 2009 21:30 Uhr

Tarifkonflikt

Ab Freitag droht wieder Streik

Ende dieser Woche ist es wieder so weit: Busse und Trams werden in Augsburg voraussichtlich ab Freitag stillstehen. Beobachter rechnen damit, dass diese Streikrunde im öffentlichen Nahverkehr mehrere Tage dauern wird. Von Eva Maria

Foto: Ruth Plössel

Von Eva Maria Knab

Ende dieser Woche ist es wieder so weit: Busse und Trams werden in Augsburg voraussichtlich ab Freitag stillstehen. Beobachter rechnen damit, dass die nächste Streikrunde im öffentlichen Nahverkehr mehrere Tage dauern wird. Die endgültige Entscheidung will die Gewerkschaft Verdi am heutigen Dienstag treffen.

Die Urabstimmung über den Streik läuft noch bis heute 10 Uhr morgens. Bei den Fahrern der Augsburger Stadtwerke sowie den Beschäftigten in den Werkstätten und im Gleisbau ist die Bereitschaft zum Arbeitskampf sehr groß. Bis gestern hätten sich über 90 Prozent der organisierten Mitarbeiter an der Urabstimmung beteiligt, sagte Hans Blöchl von Verdi. Heute Mittag will die Gewerkschaft bayernweit das Abstimmungsergebnis bekannt geben. Gestreikt wird, wenn 75 Prozent der Mitglieder dafür sind.

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Dass es im laufenden Tarifstreit doch noch kurzfristig zu einer Einigung kommen könnte, gilt als unwahrscheinlich. Zwar hätten die Arbeitgeber noch am Mittwoch und Donnerstag Zeit, ein nachgebessertes Angebot vorzulegen. Bei Verdi laufen die Vorbereitungen zum Streik aber schon auf vollen Touren.

Noch ist nicht ganz klar, was die Kunden im öffentlichen Nahverkehr erwartet. "Gestreikt wird aber sicher mehr als einen Tag", sagt Blöchl. Die genaue Strategie werde Mitte der Woche festgelegt. Die Gewerkschaft will die Streiktermine aber wieder rechtzeitig bekannt geben, damit sich die Bevölkerung darauf einstellen kann.

In Augsburg könnten Busse und Trams ab Freitag bis zu drei Tage stillstehen. Einen Notverkehr der Stadtwerke wird es auch diesmal nicht geben. Eines macht Blöchl vorab klar: Der Streik soll die Stadtwerke und ihre Kunden diesmal spürbar treffen. Sollte der Tarifkonflikt weiter eskalieren, rechnen Insider mit weiteren Ausständen womöglich zur nächsten Stadtratssitzung oder zur Eröffnung der Augsburger Frühjahrsausstellung.

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