Samstag, 23. September 2017

29. November 2014 00:36 Uhr

Auszeichnung

Anmut, Kreativität und Können

Die Stadt Augsburg vergab im Goldenen Saal ihre diesjährigen Kunstförderpreise Von Sybille Schiller

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Acht Preisträger auf einen Schlag: vorne von links die Tänzerinnen Clara Plausteiner, Angela Welz und Diana Wöhrl sowie der Bildende Künstler Maximilian Moritz Prüfer, hinten von links Jazzschlagzeuger Nathanael Ott, die Bildende Künstlerin Anja Güthoff, der Schriftsteller Richard Mayr und Jazzschlagzeuger Tilman Herpichböhm.
Foto: Sigfried Kerpf

Zum Abschluss der Verleihung des 55. Kunstförderpreises der Stadt Augsburg brach tosender Beifall aus, denn mit dem rasanten Jazzstandard „Caravan“ von Duke Ellington vergoldeten im Goldenen Saal des Rathauses die auf ihrem Schlagzeug wirbelnden Musik-Preisträger Tilman Herpichböhm und Nathanael Ott noch einmal diese Feier. Mit ihrem Können untermauerten die Schlagzeuger auch den Juryentscheid, ihnen beiden, Herpichböhm und Ott, den Förderpreis 2014 zuzuerkennen. Kulturreferent Thomas Weitzel hatte zuvor in seiner Standorterklärung zur Kulturförderung betont, dass eine „Allianz der Kreativen“ das kulturelle Leben einer Kommune bestimme und Kulturschaffende wie -verantwortliche sich neuen Herausforderungen stellen müssten.

In Sachen Kreativität verdienen alle acht Preisträger größten Respekt. Ihre individuelle Kunst, ob im Tanz, in der Musik, Literatur und der Bildenden Kunst hat absolute Vorzeigequalität. Anmutig unter Beweis stellte dies in der Sparte Tanz die erst 16-jährige Förderpreisträgerin Angela Welz, seit 2014 Studierende an der Akademie des Tanzes in Mannheim. Mit dem Maureen-Denmen-Preis ebenfalls im Ballett wurden Clara Plausteiner und Diana Wöhrl geehrt.

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In der Sparte Bildende Kunst rief Moderator Horst Thieme den 28 Jahre alten Künstler Maximilian Moritz Prüfer auf die Bühne, dessen Naturverbundenheit sich in der von ihm entwickelten Druckkunst der Naturantypie spiegelt. Die Jury nannte Prüfer „eigenständig, konsequent und tiefgründig“. Erstmals wurde heuer für die Bildende Kunst auch der particula-Sonderpreis vergeben. Die Künstlerin und Hochschul-Dozentin Anja Güthoff war mit ihren originellen „Tisch-, Spiel- und Trinkbrunnen“ Siegerin des vorangegangenen zweistufigen Wettbewerbs zum Thema „Augsburg-Wasser-Brunnen“.

Als Kunstförderpreisträger 2014 in der Sparte Literatur benannte die Jury AZ-Kulturredakteur Richard Mayr. Im Juryspruch für seinen noch nicht vollendeten Roman „Alles nur Theater“ ist zu lesen: „Mit einer sympathischen und überzeugenden Mischung aus Ironie und Beobachtungsgabe wird eine Gesellschaft in ihrer Banalität vorgeführt….“. Damit ehrt die Jury einen Schriftsteller, der bereits 2010 den Schwäbischen Literaturpreis gewonnen hat und dessen neue Erzählung reizvolle Spannung verspricht. Vertraut man dem Textauszug des Romans, den Mayr seinem Publikum mit Pathos vortrug, erwartet die Leser ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen.

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