Montag, 18. Dezember 2017

26. April 2017 16:37 Uhr

Kasperl-Ampel

Augsburg bekommt eine Kasperl-Ampel

Bald steht eine Ampel mit dem Kasperl als Ampelmännchen in Augsburg. Die Stadt hat die Genehmigung bekommen - und der Standort ist auch schon klar.

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Augsburg bekommt eine Kasperl-Ampel. Das Ampelmännchen wird dann so ähnlich wie auf diesem Symbolbild aussehen.
Foto: Phillip Buss, ATV

Augsburg wird bald in einem Atemzug genannt mit Berlin, Wien und auch mit Mainz. Überall dort gibt es ganz besondere Ampelmännchen. Während in Berlin der Ost-Ampelmann mit seiner einzigartigen Kopfbedeckung und seit 2004 auch eine Ampelfrau die Fußgänger zum Gehen oder Stehen auffordern, gibt es in Wien die Ampelpärchen und in Mainz seit einigen Monaten ein grünes und rotes Mainzelmännchen.

Kasperl-Ampel geht in zwei Monaten in Betrieb

Augsburg erhält nun auch sein besonderes Ampelmännchen: den Kasperl. „Die Regierung von Schwaben hat die Genehmigung dafür erteilt“, sagt der Leiter des Tiefbauamts Josef Weber. Die dafür zuständige Aufsichtsbehörde musste die Ausnahmegenehmigung erteilen, weil in Deutschland nur die Verwendung des westdeutschen Ampelmännchens und seit 2015 auch des Ost-Ampelmännchens erlaubt sind.

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„Wir haben detailliert dargelegt, warum wir uns dieses Ampelmännchen wünschen würden. Weil das Kasperl aus der Augsburger Puppenkiste sehr berühmt ist und somit ein Alleinstellungsmerkmal hat, haben wir die Genehmigung auch erhalten“, erklärt Weber.

Derzeit wird an der Grafik des Kasperl gefeilt. Es werde noch etwa zwei Monate dauern, bis die besondere Ampel in Betrieb genommen werden kann. Der Standort steht schon fest. Weber: „Es wird die Ampelanlage sein, wenn man vom Milchberg kommend in die Spitalgasse einbiegt.“ In der Spitalgasse befindet sich die Augsburger Puppenkiste, Kasperls zu Hause. Die Umrüstung der Anlage wird rund 1000 Euro kosten.

Auch andere Städte möchten eigene Ampelmännchen

Auch andere Städte in Deutschland bemühen sich um ein eigenes Ampelmännchen. Die Stuttgarter Bürger machen sich für die Umsetzung der SWR-Kultfiguren „Äffle und Pferdle“ stark. Bei einer Online-Petition haben sich bereits über 12.200 Unterstützer eingetragen. Doch die Zeichen für die Ampel stehen wohl auf Rot. Die Verkehrsregelung müsse für alle Verkehrsteilnehmer auf den ersten Blick klar erkennbar sein. Das sei bei dem Motiv vom Äffle und Pferdle nicht gegeben, heißt es dort aus der Stadtverwaltung. In Bamberg bemüht sich die Stadt um die Genehmigung für eine Sams-Ampel.

Spitzenreiter ist Erfurt, wo es neben den gängigen Figuren 14 besondere Ampelmännchen gibt, übrigens schon seit Mitte der 80er Jahre und auch nur als grünes Signal. Als rotes Ampelmännchen wird dort die deutsche Standard-Figur verwendet – aus Sicherheitsgründen.

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Ein Artikel von
Miriam Zissler

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