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12. März 2010 22:15 Uhr

Augsburg soll "sexy City" werden

Mehr Niveau, mehr Kultur, mehr Toleranz, kurz: eine qualitative Aufwertung der Augsburger Prachtmeile soll die Einführung einer Sperrzeit unnötig und die Stadt insgesamt lebendiger machen. Diese Meinung vertraten der Popkulturbeauftragte Richard Goerlich und der Stadtjugendring-Vorsitzende Raphael Brandmiller am Donnerstagabend auf einer von der FDP Augsburg veranstalteten Diskussionsrunde zum Thema "Attraktives Augsburg". Von joshena diessenbacher

Für die Kreisvorsitzende der FDP und Bundestagsabgeordnete Miriam Gruß kam es darauf an, im Anschluss an die Entscheidung der Stadtspitze gegen die Sperrzeit Anregungen für die FDP-Stadtpolitik zu gewinnen. Zusammen mit den Diskutanten erörterten Goerlich und Brandmiller Stärken und Schwächen der Augsburger Kulturszene. "Wir müssen neue Wege gehen, weg von ewigen Dönerverbot-Diskussionen hin zu einem konstruktiven Kulturkonzept für unsere Stadt, welches alle Interessengruppen einbezieht und Toleranz fördert", sagte Goerlich, der in der Innenstadt eine bunte Kneipen- und Kulturlandschaft aufblühen sehen will.

Es solle Orte geben, an dem sich Kunstschaffende und Interessierte treffen und inspirieren können, ganz nach dem Bespiel des nur kurzzeitig geöffneten "Muhackl oder Blutwurst" am Perlachberg. Oder Jazzkeller, in denen auch mal eine Ausstellung zu sehen sein könne.

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Solche Projekte zu unterstützen, sieht Goerlich als Teil des neuen kulturellen Nutzungskonzeptes für die Maxstraße, an dem er ab jetzt im Rahmen des 17-Punkte-Programms von OB Kurt Gribl arbeiten will.

Ziel ist es, die Maxstraße wieder attraktiv zu machen für ein anderes Publikum als die bis jetzt eher homogene Partyszene. Brandmiller ergänzte: "Die Mehrheit der jungen Feiernden will sich korrekt verhalten. Gegen die anderen kann die vorgesehene Patrouille vorgehen".

Einig waren sich Goerlich und Brandmiller mit dem Großteil der Runde, dass Augsburg insgesamt lebendiger, innovativer und kreativer werden müsse. "Wir wollen einfach eine sexy City werden", brachte es ein Teilnehmer auf den Punkt. Dazu bräuchte es zwei Dinge: erstens eine konsequente Kulturpolitik. "Da der politische Wille dafür jetzt da ist, kann das angepackt werden", zeigte sich Goerlich optimistisch.

Talente sollen von Abwanderung nach Berlin abgehalten werden

Und die zweite Zutat, die schlummere schon längst in den Kellern und Nischen unserer Stadt, sie müsse nur sichtbar gemacht werden: "Wir haben in Augsburg Talente, das glauben Sie mir gar nicht ... Wenn wir die dazu bringen, in unserer Stadt kreativ zu sein, statt nach Berlin oder München abzuwandern, haben wir gewonnen."

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