Donnerstag, 29. September 2016

12. Februar 2016 20:29 Uhr

Augsburg

Augsburg steht gegen AfD-Chefin Frauke Petry auf

Beim Auftritt der umstrittenen AfD-Bundesvorsitzenden Petry gibt es eine friedliche Protestaktion während ihrer Rede. Vor dem Gebäude demonstrieren mehr als 2000 Menschen. Von Stefan Krog und Jürgen Marks

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Protest bei der Rede der AfD-Bundesvorsitzenden Frauke Petry am Freitagabend im Augsburger Rathaus.
Foto: Silvio Wyszengrad

Geht es nach Zahlen, waren die Kräfteverhältnisse klar verteilt. Während die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry am Freitagabend vor 250 Anhängern im Augsburger Rathaus sprach, versammelten sich zum gleichen Zeitpunkt nach Polizeiangaben über 2000 Menschen auf dem Rathausplatz, um gegen Petry zu demonstrieren. Ein großes Polizeiaufgebot sorgte dafür, dass sich Gegner und Anhänger der AfD nicht zu nahe kamen.

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Kurzer Tumult während AfD-Veranstaltung

Bei einer Protestaktion kam es allerdings doch zu einer direkten Begegnung. Zwölf Aktivisten aus dem linken Spektrum verfolgten anfangs den Auftritt von Petry, um dann schweigend auf die Stühle zu steigen. Sie trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Augsburg ist bunt“ und verließen den Saal nach Aufforderung. Einige Besucher der Veranstaltung drängten und stießen einzelne Aktivisten in Richtung Ausgang.

Wegen des Auftritts von Petry gab es am Freitagabend auch eine Sondersitzung des Stadtrats. „Frau Petry ist in Augsburg nicht willkommen“, hieß die Botschaft. In der Friedensstadt Augsburg sei kein Platz für „eine Botschafterin des Unfriedens“, sagte Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU). Auf dem Gerichtsweg hatte die Stadt Augsburg den Auftritt beim Neujahrsempfang der Augsburger Rathaus-AfD nicht verhindern können. Das Verwaltungsgericht kippte entsprechende Verbote der Stadt. Unter den 60 Augsburger Stadträten sind zwei Vertreter der AfD.

Petry warf Gribl mangelnde Fairness vor. „Ein Hausverbot gegen mich auszusprechen, war nicht fair. Der Herr Oberbürgermeister hat sich demokratieunfähig gezeigt“, sagte Petry im Vorfeld des Neujahrsempfangs im Gespräch mit der Augsburger Allgemeinen. Es sei das „erste Hausverbot“ ihres Lebens gewesen.

Petry zu Gerichtsentscheidung: Gutes Signal für Demokratie

Gribl, der auch stellvertretender CSU-Vorsitzender ist, hatte ein Hausverbot für das Augsburger Rathaus ausgesprochen, nachdem Petry in einem Interview auch das Schießen auf Flüchtlinge an der deutschen Grenze nicht ausgeschlossen hatte. Petry bezeichnete die Entscheidungen des Verwaltungsgerichts als ein gutes Signal für die Demokratie. „Der Herr Gribl tut mir sogar leid. Er hätte wissen müssen, dass er mit seinen Argumenten vor dem Gericht nicht durchkommt.“ AfD-Chefin Frauke Petry wirft Gribl mangelnde Fairness vor

Angesprochen auf die Äußerungen zum möglichen Waffeneinsatz gegen Flüchtlinge an den deutschen Grenzen verwies Petry knapp darauf, dass ihr Standpunkt verkürzt widergegeben worden sei. Offenbar will die AfD-Vorsitzende einen Schlussstrich unter die Diskussion ziehen und neue Schlagzeilen vermeiden.

Gleichwohl verwies sie mit Blick auf Äußerungen der CSU zur Flüchtlingsthematik darauf, dass es offenbar nicht so sehr auf den Inhalt ankomme, sondern darauf, wer etwas sagt. Es wäre sinnvoll, wenn alle Seiten „verbal etwas abrüsten“. 2000 Menschen protestieren gegen AfD-Chefin Petry in Augsburg

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