3000 Sportler haben am Dienstag die Werkshallen und Büros früher verlassen und machten beim ersten Augsburger Firmenlauf mit. Die Premiere war ein Erfolg.

Gerda Imminger nennt sich selbst „Kanzlei-Oma“. Doch was sie sieht, spornt sie an: Gemeinsam mit Kollegen aus der Anwaltskanzlei AWI feuert die 70-Jährige mit Ratschen, Cheerleader-Büscheln und Gesängen die Läufer beim 1. M-net Firmenlauf an. Die Fans haben viel zu tun. 3000 Frauen und Männer aus 185 Augsburger Unternehmen und Behörden verließen am Dienstag die Büros und Werkshallen früher.
Während dort nichts mehr ging, ging es auf den fünf Kilometern rund. „Das ist eine tolle Sache, das hat die Mitarbeiter zusammengeschweißt“, sagt Gerda Imminger. Läufer für Läufer zieht an ihr vorbei – das steckt an. Sie kann sich nächstes Jahr einen Start vorstellen.
Die Premiere war ein Erfolg: Der Lauf war seit Wochen ausgebucht, sagte Organisatorin Katja Mayer. Vor dem Start tummelten sich an der Kongresshalle die Mannschaften, viele in einheitlichen T-Shirts, andere in ausgefallener Kleidung: Als Sumo-Ringer, Samurai und Geisha haben sich Volker Rogal, Michael Paulus und Claudia Briese vom japanischen Computerhersteller Fujitsu verkleidet. „Ich schwitze jetzt schon“, so „Sumo-Ringer“ Rogal vor dem Start. Knapp 30 Minuten später konnte er sich trotzdem freuen: „Die Stimmung und die Strecke waren super.“ Später erfuhren sie dann noch, dass sie einen Sieg eingefahren haben – für die originellsten Kostüme.
Von der Kongresshalle aus führte der Weg am Wittelsbacherpark entlang, dann ging es am Rosenaustadion bergab und zur B 17. Der Rückweg verlief am Wertachkanal entlang und am Schluss den Berg hinauf zur Kongresshalle. Unterwegs standen rund 1000 Fans, die die Läufer immer wieder anfeuerten.
Am Start war eine bunte Mischung – vom Azubi bis zum Chef. Vom Roboter-Hersteller Kuka liefen die Auszubildenden Tobias Fehrer, Katharina Kigle, Laurin Bonhoeffer und Manuel Asum – mit einem klaren Ziel: „Der wird abgehängt“, sagten sie mit Blick auf Vorstandschef Till Reuter. Der Förderverein „Muckis“ des Klinikums ging auch ins Rennen, wollte Klinikumsvorstand Alexander Schmidtke überholen, der sich das augenzwinkernd verbat.



Doch Zeiten sollten ohnehin zweitrangig sein und der Spaß im Vordergrund. Hinterher schauten viele trotzdem auf Minuten und Sekunden. Der schnellste Läufer war Matthias Kremers von der Agentur für Arbeit, der nur 16:17,9 Minuten unterwegs war. „Ich habe das früher wettkampfmäßig betrieben“, sagte Kremers.
Nach dem Lauf feierten die Sportler in der Kongresshalle; dort spielte die Presley Family. Hinterher zogen auch die Johanniter ein zufriedenes Fazit. Sie meldeten nur kleinere medizinische Probleme.
Sehen Sie hier die Bildergalerie zum Augsburger Firmenlauf.
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