Sonntag, 20. August 2017

06. März 2017 06:10 Uhr

Augsburg

Augsburgs Polizisten sehen bald anders aus

Die neuen blauen Uniformen für die Polizei werden demnächst auch in Augsburg ausgeliefert. Wie die Umstellung abläuft und wie es bei den Autos aussieht.

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Im Allgäu – auf unserem Bild Polizeihauptmeisterin Simone Mathiowetz und Polizeihauptkommissar Christoph Liebert – ist die Polizei bereits in den neuen blauen Uniformen unterwegs.
Foto: Ralf Lienert

Das Paket wiegt gute 15 Kilo. Bald sollen es die ersten Polizeibeamten in Augsburg geliefert bekommen. Der Inhalt des Pakets: Unter anderem Jacken, Hosen, Hemden und Mützen. Es ist die neue blaue Uniform der bayerischen Polizei, die in Augsburg ab März eingeführt werden soll. Es ist eine Mammutaufgabe, alle Beamten im Freistaat einzukleiden. Deshalb läuft die Verwandlung von Grün zu Blau schrittweise. Für alle Polizisten, die im Stadtgebiet von Augsburg arbeiten, soll die Uniform-Umstellung in den nächsten Monaten laufen. Bis Oktober, so sieht es der Zeitplan vor, könnte der Kleiderwechsel abgeschlossen sein.

Die Polizeibeamten freuen sich auf die neue Uniform. Die alte, Anfang der 1970er Jahren entworfene Dienstkleidung in Grün und Beige ist längst nicht mehr zeitgemäß. Dabei geht es weniger um die Farbe als um die Funktionalität. In Zukunft sind etwa die Jacken wasserdicht und atmungsaktiv. Die Textilien sollen zudem widerstandsfähiger sein und besser sitzen. Bei einem Trageversuch durften auch in Augsburg einzelne Beamte die neuen Uniformen testen. Sie waren durchwegs zufrieden. Immerhin haben alle die blauen Uniformen nach dem Ende des Versuchs freiwillig weiter getragen.

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Polizeioberrat Ralf Bührle ist im Bereich des Augsburger Polizeipräsidiums für die Umstellung auf Blau zuständig. Er kennt den Zeitplan. Bührle sagt: „Wir werden eine Dienststelle nach der anderen umstellen.“ Konkret heißt das: Den Anfang sollen im März die Beamten machen, die im Präsidium an der Gögginger Straße arbeiten. Auch die dort angesiedelte Polizeiinspektion Ergänzungsdienste wird rasch auf die blauen Uniformen umgestellt. Die Beamten dieser Inspektion sind unter anderem für den Transport von Gefangenen und für Einsätze bei Ereignissen wie Demonstrationen, Fußballspielen oder auf dem Plärrer zuständig. Danach folgen Schritt für Schritt bis in den Herbst hinein sämtliche Reviere, die im Stadtgebiet liegen. Dazu zählt auch die Verkehrspolizei.

Die Polizei hat einen eigenen Internetshop

Bestellt wird die Kleidung von den Polizisten über einen eigenen Internetshop. Sie müssen dort einige Körpermaße eingeben und bekommen dann Größenvorschläge. Zunächst erhalte jeder Polizeibeamte eine Standardausstattung, sagt Ralf Bührle. Sie ist rund 950 Euro wert, dafür müssen die Polizisten nichts bezahlen. Allerdings wird ihnen das monatliche Kleidergeld in Höhe von 22,50 Euro, das für Ersatzanschaffungen gedacht ist, für die Dauer von drei Jahren um die Hälfte gekürzt. Wenn alle Beamte eines Reviers ihr Kleiderpaket erhalten und die Uniform anprobiert haben, entscheidet der Chef der Inspektion, zu welchem Stichtag nur noch die neue Dienstkleidung getragen werden darf. Danach gibt es nur noch Ausnahmen für Beamte, die versetzt werden und deshalb noch eine alte Uniform mitbringen. Sie dürfen noch Grün tragen, bis sie neu ausgestattet worden sind. Deshalb könne es gut sein, dass man in der nächsten Zeit in der Stadt immer wieder auch noch „gemischte“ Streifen zu Gesicht bekomme, sagt Ralf Bührle.

Länger warten auf die neuen Uniformen müssen die Beamten außerhalb der Großstadt. Nach der Umstellung in Augsburg folgen nach und nach die Dienststellen in den Landkreisen Donau-Ries, Dillingen, Augsburg und zuletzt Aichach-Friedberg. Bis zum Stichtag 1. Oktober 2018 muss die Umstellung bayernweit abgeschlossen sein. Danach müssen alle Beamten die neue Kleidung tragen. Die Fahrzeuge der Polizei werden nicht umgestaltet – damit will der Freistaat sich unnötige Ausgaben sparen. Die Autos werden Schritt für Schritt ersetzt. Schon seit vorigem Jahr werden neue Streifenwagen nur noch mit blauem Design ausgeliefert. Weil diese Wagen in der Regel nicht gekauft, sondern geleast sind, werden sie häufiger getauscht. Deshalb dürfte die „blaue Polizei“ auf den Straßen bald überwiegen. Spezialfahrzeuge und Autos, die etwa als Reserve genutzt werden, dürften noch länger mit grüner Lackierung zu sehen sein.

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Schlagworte

Augsburg | Polizei | Dillingen

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Jörg Heinzle

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