Wenn es nach der Stadt Augsburg geht, kann die Ahmadiyya-Gemeinde in der Donauwörther Straße mit dem Bau ihrer Moschee beginnen. Der muslimischen Gemeinde liegt seit Kurzem die Baugenehmigung vor. Dies bestätigte Saeed Gessler von der Bauabteilung der Ahmadiyya-Zentrale in Frankfurt. Von Andrea Baumann

Doch wann tatsächlich die Bagger auf dem Areal gegenüber der Paul-Renz-Sportanlage anrücken, ist ungewiss. Derzeit sei die Gemeinde mit den unmittelbaren Nachbarn am Verhandeln, so Gessler. Da von dieser Seite Klagebereitschaft gegen die Baugenehmigung signalisiert worden sei, wolle Ahmadiyya in jedem Fall die vierwöchige Frist abwarten. Gessler kündigte an, anschließend das weitere Vorgehen mit den städtischen Baubehörden abzustimmen. Nach dem Zeit- und Finanzplan von Ahmadiyya wäre der Baubeginn für die Oberhausener Moschee erst Anfang 2010 vorgesehen. Der Gemeindevorstand könne das ausschließlich aus Eigenmitteln zu finanzierende 600 000-Euro-Vorhaben aber auch vorziehen, sagte Gessler.
Seit die Pläne der muslimischen Gruppierung bekannt wurden, regt sich in Oberhausen der Protest. Ursprünglich wollte die in Augsburg rund 100 Mitglieder starke Gemeinde eine Moschee mit Minarett bauen. Doch weil Teile der Bevölkerung den Gebetsturm als Provokation betrachten, verzichtete Ahmadiyya darauf. Dennoch gibt es nach wie vor Kritiker.
Auf orientalische Elemente verzichtet
Entworfen hat das Gebetshaus der Stuttgarter Architekt Mustafa Ljaic. Er verzichtete bewusst auf orientalische Merkmale. Wesentliches Element seines Konzepts ist eine nach außen geklappte und gewundene Fassade, die die Öffnung der Gemeinde darstellen soll.
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