Freitag, 26. Mai 2017

21. April 2017 08:05 Uhr

Gastronomie

Bayerisch essen in der Altstadt

Über 30 Jahre gab es den „Weinbäck“ in der Spitalgasse. Seit drei Monaten betreiben dort neue Wirtsleute das Restaurant „Zum bayrischen Herzl“.

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Meggi Schaller (r.) und Daniel Balint haben den ehemaligen „Weinbäck“ gepachtet. Tradition und bayerische Lebensart ist ihnen wichtig.
Foto: Sabrina Schatz

Einige Gäste hätten ihnen schon attestiert, die besten Kässpatzn Augsburgs zu machen, erzählt Meggi Schaller stolz. Die 43-Jährige und ihr Lebensgefährte Daniel Balint haben das Traditionslokal „Weinbäck“ in der Spitalgasse übernommen. Es heißt jetzt „Zum bayrischen Herzl“. Den neuen Wirtsleuten liegt eines besonders am Herzen.

Tradition und die bayerische Lebensart sind dem Paar wichtig. Das sollen auch die Gäste spüren. „Wir lassen unsere Gäste nicht nur essen und zahlen, wir suchen auch das Gespräch mit ihnen“, sagt Meggi Schaller. Und wenn es mal enger zugehe, müsse man halt etwas zusammenrücken, sagt die Wirtin fröhlich. Ihr 37 Jahre alter Lebensgefährte Daniel Balint ist für die Küche verantwortlich. Als einstiger Chefkoch eines großen bayerischen Restaurants in Erding bei München habe er zehn Jahre lang Erfahrung gesammelt.

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Bayerische Schmankerl

Auf der Speisekarte des „bayrischen Herzl“ finden sich viele Schmankerl. Suppen, wie etwa eine bayerische Brezn-Suppe und traditionelle Fleischgerichte, wie Schweinebraten, Tafelspitz von der Ochsenbrust oder Zwiebelrostbraten. Auch Kässpatzn, Salate und Fischgerichte werden angeboten. Gäste können zudem das Reindl-Essen, eine altbayerische Tradition, bestellen. „Ein Reindl ist wie eine Art Bräter. Da kommen Schweinebraten, Ente, Rostbratwürstl, Fleischpflanzerl, Semmel- und Kartoffelknödel und Blaukraut rein“, erklärt Schaller.

Die Wirtin, die in München geboren wurde, hatte bereits 20 Jahre lang in Augsburg gelebt und dort auch in der Gastronomie gearbeitet. Sie liebe die Stadt und ihre Menschen. „Die Augsburger muss man knacken. Aber wenn du dann mit ihnen ins Gespräch kommst, sind es die liebsten Bayern“, findet sie. Mit „Zum bayrischen Herzl“ haben sich die Beiden den Traum vom eigenen Restaurant verwirklicht.

Eigene Note eingebracht

Bei der Einrichtung in dem alten Gewölbe hat das Paar aber nicht viel verändert. Es wollte den Charakter des einstigen „Weinbäck“ beibehalten, damit „die Seele nicht verloren geht“. Tische, Bänke und der alte Tresen sind geblieben. Dennoch haben Schaller und Balint ihre eigene Note eingebracht. Mit dunklen Lederstühlen, den neu bespannten Sitzbänken und den weißen Fellen über den Lehnen erhält des ohnehin schon urige Restaurant zusätzliche Gemütlichkeit. Die Tischdekoration ist selbst gemacht, an den Wänden hängen unter anderem alte Hüte eines Jägers aus Erding. Seit einigen Wochen betreiben Schaller und Balint inzwischen ihr erstes eigenes Restaurant. Sie und ihr Team seien zufrieden, wie das Geschäft angelaufen ist. Schaller klopft dabei auf den Holztisch. „Bei uns werden auch Geburtstage gefeiert. Ende März hatten wir hier eine erste Hochzeit.“

Am 1. Mai beginnt die Biergartensaison

Am 1. Mai wird ab 17 Uhr die offizielle Biergartensaison eingeläutet. „Ab 18 Uhr gibt es Livemusik.“ Die Wirtsleute bieten außerdem jeden ersten und dritten Sonntag im Monat ab 9 Uhr ein Weißwurstfrühstück an. Natürlich nur bis 11.59 Uhr, sagt Schaller mit einem Augenzwinkern. Einige Stammkunden des vorangegangenen Lokals seien ihnen treu geblieben. „Aber wir haben viel neues Publikum, auch die jüngere Generation kommt zu uns.“

Über das Internet ist das Paar auf die Lokalität in Augsburg gestoßen. Als sie lasen, dass die Augsburger Familie Laxgang neue Pächter für den „Weinbäck“ nahe der Puppenkiste suchte, bewarben sich die Beiden. Man sei sich auf Anhieb sympathisch gewesen.

Vorgängerin Marion Lehmann hatte lange mit der Entscheidung gerungen, „Weinbäck“ aufzugeben. 31 Jahre lang führte sie die Gastronomie und baute sich Stammkundschaft auf. Doch sie wollte sich mehr ihrem Mann und den drei Kindern widmen. Aus rund 70 Bewerbern wählte Lehmann (eine geborene Laxgang) das Paar aus. „Sie haben das Herz dazu. Und Gastronomie kann man nur mit Herzblut machen.“

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