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Die geplante Erhöhung des Kindergeldes hat der Augsburger Bischof Walter Mixa als «Beleidigung der Familie" bezeichnet. Er findet noch mehr Kritikpunkte an der Familienpolitik.

Augsburg (dpa/lby) - Die geplante Erhöhung des Kindergeldes um zehn Euro monatlich hat der Augsburger Bischof Walter Mixa als «Beleidigung und grobe Missachtung der Leistung von Familien für unsere Gesellschaft» bezeichnet.
Die Erhöhung sei völlig unzureichend, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten auch nur annähernd auszugleichen, sagte Mixa nach Angaben des Ordinariats vom Mittwoch.
«Die Bedrohung, die von einer kinderfeindlichen Gesellschaft für unser Land ausgeht, ist viel größer als die Bankenkrise und ihre Behebung genauso dringlich», sagte Mixa angesichts der staatlichen Milliardenhilfe für den Bankensektor. Berechtigt nannte er die Forderung des Familienbundes der Katholiken nach einem einheitlichen Steuerfreibetrag für Erwachsene und Kinder in Höhe von 8000 Euro und einem Kindergeld in Höhe von 300 Euro.
Die von der Regierungskoalition in Berlin propagierte Wahlfreiheit zwischen Kindererziehung und Erwerbstätigkeit sei eine Farce, solange Mütter in den ersten drei Lebensjahren zugunsten der Kinder nicht wenigstens zeitweise auf Erwerbstätigkeit verzichten könnten.
Mit dem vom Bundestag jüngst beschlossenen Ausbau der Kinderkrippen auf 750.000 Stätten macht die Bundesregierung nach Mixas Auffassung nicht Familien-, sondern Industriepolitik, mit der junge Frauen schon in den ersten drei Lebensjahren ihrer Kinder ohne Rücksicht auf das Kindeswohl wieder in den Arbeitsprozess integriert werden sollten.
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