Donnerstag, 18. Januar 2018

25. Februar 2010 05:59 Uhr

Bürger schauen der Stadt auf die Finger

Haunstetten Verschleudert die Stadt Geld im Süden? Das ist die Frage, die sich derzeit einige unserer Leser in Haunstetten stellen.

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Eine von ihnen ist Karin Brandl. Die Brandls wohnen seit 2002 im Elternhaus des Ehemannes, einem Einzelanwesen, das früher nicht an die städtische Kanalisation angeschlossen war.

Um weiter in dem Haus, das die Brandls inzwischen liebevoll saniert haben, wohnen zu können, wurden sie von der Stadt verpflichtet, einen Abwasserkanal zu ihrem Haus legen zu lassen. Nicht zuletzt, weil das Gebäude im Trinkwasserschutzgebiet liegt. Etwa 250 Meter Abwasserleitung waren nötig, sagt Karin Brandl, 50 000 Euro kostete das Ehepaar diese Investition in ihre private Zukunft. So weit, so gut.

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Was passiert mit Mitteln des Steuerzahlers

Seit das Haunstetter Ehepaar das eigene Anwesen an die Kanalisation anschließen musste, ist es generell an dem Thema interessiert, erklärt Karin Brandl. Nun fragen sich die beiden, was beim Anschluss zweier großer Kleingartenanlagen in Haunstetten mit den Geldern des Steuerzahlers passiert.

Im einen Fall handelt es sich um die Anlagen Alpenblick Nord, Mitte und Süd, die vor etwas mehr als einem Jahr mit einer Abwasserdruckleitung angeschlossen wurden. Kostenpunkt für 750 Meter Abwasserleitung: 160 000 Euro.

Im November letzten Jahres beschloss der Umweltausschuss auch den Anschluss der drei Haunstetter Anlagen Brunnenbach, Brunnenbachwiesen und Lochbachgärten Süd. 1005 Meter Abwasserleitung sind nötig, der Kostenvoranschlag der Stadt lautet auf Gesamtkosten in Höhe von 630 000 Euro.

Gesamtvolumen: 3,7 Millionen Euro in 25 Jahren

"Auf den Meter gerechnet ist das das Dreifache wie bei den Alpenblick-Anlagen", wundert sich Frau Brandl nun. "Wie kann das sein?"

In dem gleichen Beschluss ist von einem "langfristigen Programm für die Sicherstellung einer umweltgerechten Entwässerung der Kleingartenanlagen in Augsburg" sowie dem "Nachrüsten mit Toiletten und Anschluss an das öffentliche Kanalnetz" die Rede. Gesamtkosten: 3,7 Millionen Euro in 25 Jahren. Jedes Jahr sollen 150 000 Euro im Allgemeinen Haushalt zur Verfügung gestellt werden. Die Beschlussvorlage geht dabei von einem Richtwert pro Meter von 500 Euro aus.

"Verglichen mit dem, was Privatleute für dieselbe Baumaßnahme auf dem freien Markt bezahlen, ist die Rechnung des Umweltreferenten nicht seriös", sagt Karin Brandl. "Wir zahlten 200 Euro pro Meter, das stimmt in etwa mit dem Preis für die Alpenblick-Anlagen überein. Wie kommt es, dass die Kosten plötzlich auf das Dreifache ansteigen?"

Leider war Umweltreferent Rainer Schaal bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht mehr zu bekommen.

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