Dienstag, 16. Januar 2018

31. Juli 2013 15:53 Uhr

Augsburg

Burger King will Betriebsrat kündigen

Deutschlandweit laufen Klagen gegen Betriebsräte von Burger King. Am Mittwoch wird in Augsburg verhandelt. Der Betriebsrat soll dort angeblich Geld aus dem Tresor genommen haben.

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Burger King in Augsburg will seinen Betriebsrat loswerden.
Foto: Andy Rain (dpa)

Ärger bei Burger King: Der Betreiber der vier Filialen in Augsburg und Gersthofen, der Franchisenehmer Yi-Ko aus Stade, will einen Betriebsrat vor die Tür setzen. Er wirft ihm vor, 1900 Euro aus dem Tresor gestohlen zu haben. Weil der Beschuldigte als Betriebsrat besonderen Schutz genießt, versucht der Arbeitgeber, die Kündigung vor Gericht durchzusetzen. Am Mittwoch wird am Augsburger Arbeitsgericht darüber verhandelt.

Vorwürfe seien unbegründet

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wies die von Yi-Ko erhobenen Vorwürfe gestern als „vollkommen unbegründet“ zurück. Wie NGG-Regionalgeschäftsführer Tim Lubecki erklärte, vermute man Taktik hinter dem Vorgehen des Franchisenehmers: „Das ist eine Kampfansage an die Betriebsräte.“

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Laut NGG sind in den Filialen in Augsburg und Gersthofen rund 100 Mitarbeiter tätig. Seit gut zehn Jahren gibt es einen Betriebsrat. In der Systemgastronomie sind solche Arbeitnehmervertretungen eher selten, bei Konkurrent Mc Donald’s gibt es keinen. Bislang sei die Zusammenarbeit zwischen Burger King und Betriebsrat konstruktiv gewesen, berichtet Lubecki. Die Fast-Food-Kette bezahlte ihre Mitarbeiter nach Tarif.

Neuer Betreiber will Betriebsrat loswerden

Im Mai hat sich der Konzern jedoch von seinen deutschlandweit 91 eigenen Filialen getrennt, darunter auch von den Standorten in der Region. Sie wurden von Yi-Ko übernommen. Die Holding soll den Mitarbeitern klargemacht haben, dass nun ein anderer Wind wehe. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, wollten sie Betriebsvereinbarungen kündigen. Laut Frankfurter Rundschau sollten Löhne gekürzt werden. „Die sind in Wild-West-Manier gestartet“, berichtet Lubecki. In der Region sollte unter anderem die Beteiligung des Betriebsrates bei der Erstellung der Dienstpläne eingeschränkt werden.

Nicht nur dem Augsburger Betriebsrat werden Unregelmäßigkeiten vorgeworfen

Jetzt hat die Auseinandersetzung eine neue Ebene erreicht. Der Augsburger Betriebsrat ist nicht der Einzige, dem Unrechtmäßigkeiten vorgeworfen werden. In mindestens sieben Fällen soll es Kündigungen gegen Burger-King-Betriebsräte geben. Mal geht es um angeblich nicht geleistete Arbeit, mal um den Vorwurf erschlichener Krankschreibungen. Der Anwalt, der die Kündigungen durchsetzen soll, ist Helmut Naujoks, der als Autor des Buchs „Kündigung von Unkündbaren“ bekannt ist. Yi-Ko war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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Augsburg | Tim Lubecki | Gersthofen

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