Die beiden haben ihren festen Platz in der deutschen Politik: Der eine war Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen und Bundeswirtschaftsminister. Er verließ seine Partei, die SPD, nach heftigen Querelen. Der andere war Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und sechs Jahre lang auch Parteichef. Die Führungsposition musste er nach innerparteilichem Ärger abgeben. Guido Westerwelle wurde 2001 sein Nachfolger. Von Michael Hörmann


Die Männer, um die es geht, heißen beide Wolfgang mit Vornamen. Am Montag, 6. September, haben Wolfgang Clement und Wolfgang Gerhardt einen gemeinsamen Auftritt im Gögginger Kurhaus.
Clement, der im November 2008 nach vorangegangenen Querelen aus der SPD ausgetreten ist, spricht auf Einladung der liberalen Friedrich-Naumann-Stiftung. Gerhardt ist seit 2006 Vorstandsvorsitzender dieser Stiftung, die ihren Sitz in Berlin hat.
Clement hält eine "Rede zur Freiheit". Wie frei sind Politiker wirklich? Welchen Stellenwert hat die Gewissensfreiheit? Wann werden die Zwänge des Partei- oder Fraktionsalltags zu einer Gefahr für die politische Kultur? Fragen wie diesen wird Clement im Kurhaus nachgehen.
Warum die Wahl auf Clement, dem mittlerweile ohnehin eine politische Nähe zur FDP nachgesagt wird, gefallen sei, erläutert Gerhardt: "Clement hat sich, obwohl über viele Jahre in parteipolitische Strukturen eingebunden, bis heute den Ruf eines unabhängigen, kritischen Kopfes bewahrt. Der Freiheitsgedanke hatte für ihn immer einen hohen Stellenwert."
Die "Reden zur Freiheit" sind eine Veranstaltungsreihe mit zwei Terminen im Jahr. Auf die Stadt Augsburg fiel die Wahl aufgrund ihrer mit den Namen der Fugger und Welser verbundenen historischen Bedeutung als Handels- und Wirtschaftszentrum.
Auch die räumliche Nähe der Augsburger FDP-Bundestagsabgeordneten Miriam Gruß mag bei der Standortwahl eine Rolle gespielt haben. Sie wohnt in Göggingen und hat bei den Liberalen für das wunderbare Ambiente des Kurhauses geworben.
Veranstaltung ist für geladene Gäste konzipiert
Die Veranstaltung ist für geladene Gäste gedacht. Sollten am 6. September noch Plätze zur Verfügung stehen, wird dies von den Veranstaltern rechtzeitig bekannt gegeben und von unserer Zeitung veröffentlicht.
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