Die 30-jährige Jasmin Mück sitzt in Thailand wegen Drogenhandels im Gefängnis. Nun gibt es jedoch Hoffnung auf eine baldige Rückkehr nach Deutschland. Von Ines Lehmann

Jasmin Mück, die in Thailand wegen angeblichen Drogenhandels verurteilte Augsburgerin, kann das Land möglicherweise schon im August verlassen und nach Deutschland zurückkehren. Das teilte gestern Heinrich Mück, der Vater der 30-Jährigen, unserer Redaktion mit.
Wie berichtet, wurde die junge Frau, die seit vielen Jahren auf der Insel Ko Yao Noi lebt und dort eine Touristikfirma und eine Pizzeria betrieb, letztes Jahr verhaftet. Die Polizei hatte 0,5 Gramm Amphetamine in ihrer Wohnung gefunden. Die Drogen, sagt ihre Mutter Manuela Mück, seien absichtlich in die Wohnung ihrer Tochter geschmuggelt worden. Jasmin habe sich wohl mit den falschen Leuten eingelassen, als sie ihre Pizzeria an Thais weitervermietete.
Jasmin wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Seit Juni letzten Jahres sitzt die junge Augsburgerin in einem Gefängnis in Phang-Nga in der Nähe von Phuket. Gestern Früh bekamen die Mücks überraschend einen Anruf ihrer Tochter, die sie Anfang März das letzte Mal gesprochen hatten. Mit „einigermaßen gefasster Stimme“, so Heinrich Mück, habe Jasmin erzählt, dass der Einspruch ihres Anwaltes zurückgezogen sei. Dadurch erhöhten sich ihre Chancen auf eine eventuelle Begnadigung durch König Bhumibol.
Zudem könne sie im August (dann hat sie ein Drittel ihrer Strafe verbüßt) beantragen, den Rest ihrer Haftstrafe in Deutschland abzusitzen. Dieses Recht sei in der thailändischen Verfassung verankert.
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