Sie ist bei Warner Music unter Vertrag und gilt als neue Hoffnung am kurzlebigen Rockhimmel. Saint Lu lebt in Berlin und geht jetzt mit ihrer Band auf Tour.
Die FAZ schrieb über Sie als ein "neues Fräuleinwunder". Sind Sie das auch?
Saint Lu: Ja, ein Segment von Wunder, nämlich Saint, also heilig.
Sie sind Österreicherin, leben aber in Berlin. Ist das ein besseres Pflaster für Musik?
Saint Lu: In Steinhaus bei Wels ging nicht so viel, das muss ich leider zugeben. Allerdings denke ich nicht, dass es irgendwo besser oder schlechter ist. Man muss sich wohlfühlen und die richtigen Leute für die eigene Musik finden. In meinem Fall war das jetzt Berlin.
Wie würden Sie jemanden, der Sie nicht kennt, Ihre Musik beschreiben?
Saint Lu: Viel Emotion in jeder Hinsicht. Von wild und laut bis still und leise.
Auf den Spuren von Janis Joplin sah Sie der Focus. Ist solch ein Lob nicht eher belastend?
Saint Lu: Ich freue mich über so großes Lob, versuche aber, nicht weiter darüber nachzudenken. Ich versuche mich nicht krampfhaft abzugrenzen, aber logischerweise auch nicht zu vergleichen. Wichtig ist mir, dass ich meinen Weg gehe und mich auf mein Ding konzentriere.
Sie haben an der ORF-Castingshow "Starmania" teilgenommen. Wie war es denn?
Saint Lu: Interessant. Ich habe sehr viel gelernt über das "Showgeschäft". Für mich persönlich war es aber schwierig, mich in das Konzept einzufügen. Ich brauche Freiraum, um mich entfalten zu können. Ich muss mein eigenes Ding machen und meine eigenen Entscheidungen treffen können. Sonst "funktioniere" ich nicht.
Wie sehen Sie die derzeit sehr erfolgreichen Castingshows im deutschen Fernsehen?
Saint Lu: Um ehrlich zu sein, kann ich dazu keine qualifizierte Aussage abgeben, ich schau kein TV. Ich kann mich nicht dafür oder dagegen aussprechen. Es gibt junge Interpreten und Interpretinnen, für die das Konzept einer Castingshow das Richtige ist und wenn sie damit Menschen beglücken können, wenn auch nur für einen Moment, ist das schön.
Sie kommen Ende April nach Augsburg ins Spectrum. Auf was kann sich der Zuhörer freuen?
Saint Lu: Auf Authentizität, Emotion und eine fette Performance.
Haben Sie Vorbilder von Künstlerinnen, die aktuell auf der Bühne stehen?
Saint Lu: Vorbilder nicht, aber ich liebe Mars Volta als Liveband. Ich steh' auf die Musik von Wolfmother, Kings of Leon, White Stripes, Black Crowes, Dave Matthews Band, Gossip, TV on the Radio, GnarlyBark-ley.
Schreiben Sie Ihre Songs selber oder wer macht das?
Saint Lu: Selber und mit Freunden.
Was fällt Ihnen zu Augsburg ein?
Saint Lu: Kfz-Kennzeichen A (wie Österreich), eine Freundin von mir wohnt in Augsburg, ich war trotzdem erst einmal dort, Augsburger Puppenkiste und das Spectrum.
Was brauchen Sie vor dem Konzert?
Saint Lu: Mit der Band zusammen sein.
Was danach?
Saint Lu: Eine Verschnaufpause!
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