Sex sells - anders ist es nicht zu erklären, dass die Dokumentation "9 to 5 - Days in Porn" auf Festivals Besucheranstürme ausgelöst haben soll. Regisseur Jens Hoffmann verspricht einen Blick hinter die Kulissen der amerikanischen Pornoindustrie. Anfangs verblüfft es auch, wie unverblümt die Akteure des Gewerbes über Sex in all seinen Spielarten sprechen. So etwas wie Sprachlosigkeit stellt sich ein, wenn Sasha Grey (21) erklärt, wie sie den Pornofilm revolutionieren will.
Zur Mitte des Films wird es endgültig banal und langweilig wie in den hanebüchenen Geschichten von Sexfilmen: Das andere Leben der Produzenten, Manager und Darsteller besteht anscheinend daraus, an Tankstellen zu fahren. Die Rede über die Pornoindustrie wiederholt sich nur noch: Das sei ein Beruf, der von unangepassten Menschen ausgeübt werde. Schließlich endlose Einstellungen vom Sex-Dreh. Sex sells - mehr nicht. (rim)
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