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25. Februar 2011 00:00 Uhr

Der Biosprit sorgt für Verwirrung

E10 ist in Augsburg angekommen

An den Preistafeln und Zapfsäulen der Augsburger Tankstellen hat sich in den vergangenen Wochen einiges getan: An einem Großteil der Tankstellen gibt es mittlerweile das neue Öko-Superbenzin E10. Bei den Tankstellen, die noch kein E10 haben, wird das neue Benzin voraussichtlich kommenden Monat angeboten werden. Bei den Autofahrern herrscht auch Wochen nach der Einführung Verwirrung. „Die Kunden sind teilweise verunsichert“, berichtet etwa Theresa Gum, die eine Aral-Tankstelle besitzt.

Ungefähr zehn Prozent aller Benzinautos dürften den neuen Öko-Kraftstoff, der zehn Prozent pflanzlich erzeugtes Ethanol enthält, nicht vertragen. Dies betrifft meist Autos, die älter als zehn Jahre alt sind. Autofahrer müssen sich selbst informieren (siehe Info am Textende), weil die Tankstellen keine rechtlich verbindliche Beratung geben können. Im Glücksfall liegt vor Ort ein Informationsblatt aus.

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Auch die Preise sind verwirrend. Eine Stichprobe unserer Zeitung an einigen Augsburger Tankstellen Mitte der Woche ergab: Dort, wo es E10 gibt, kostet es etwa fünf Cent weniger als das normale Super. Das bisher übliche Super kostet inzwischen an vielen Tankstellen so viel wie der teuerste aller Kraftstoffe, Super Plus. Hintergrund ist, dass die Mineralölkonzerne verpflichtend bestimmte Quoten des neuen Öko-Treibstoffs verkaufen müssen und deshalb an der Preisschraube für das normale Super drehen.

Ob dies nur ein Phänomen der Übergangszeit ist, in der noch nicht alle Tankstellen den neuen Sprit führen, oder es dauerhaft beim Preisunterschied in dieser Höhe bleibt, ist unklar. „Momentan wird viel spekuliert“, sagt ein Augsburger Tankstellenbetreiber. Möglicherweise werde das normale Super künftig flächendeckend vom Markt verschwinden. Gesetzlich vorgeschrieben ist lediglich, dass es noch eine Benzinsorte gibt, die auch alte Autos vertragen. Das wäre dann das teure Super Plus.

Das normale Super ist teurer, aber immer noch gefragt

Den Verbrauchern scheint das neue E10-Benzin aber noch suspekt. Laut dem Test einer Automobilzeitschrift ist der Heizwert geringer, weswegen der Verbrauch steigt. Auch der ökologische Nutzen wird von Umweltverbänden angezweifelt. Viele Autofahrer dürften aber vor allem noch an alten Gewohnheiten hängen. „Das E10 wird nicht häufiger gekauft, obwohl es billiger ist“, sagt etwa Yücel Abacioglu, der in Augsburg zwei Jet-Tankstellen betreibt.

Im Internet

Welche Autos E10 vertragen, steht unter www.dat.de/e10. Weitere Infos gibt es bei Händlern und Herstellern.

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