Bitte um Visite: Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) soll sich im Augsburger Klinikum ein Bild von der Lage in dem Großkrankenhaus machen. Ein warmherziger Empfang wäre dem bayerischen Regierungschef gewiss, glaubt der Landtagsabgeordnete Max Strehle (CSU), der die Einladung ausgesprochen hat. Schließlich seien die deutlich verbesserten Perspektiven für Schwabens größtes Krankenhaus eng mit Entscheidungen Seehofers verknüpft.
Strehle nennt in diesem Zusammenhang die Zusagen vom 14. April für eine bis zu 350 Millionen Euro umfassende Unterstützung für die Generalsanierung des Klinikums (Umbau und medizinische Geräte) sowie die Stationierung eines Rettungshubschraubers. Älteren Datums ist Seehofers Versprechen "Die Uniklinik kommt", das nun zunächst in ein "Zentrum für Umweltmedizin und Gesundheitsforschung" mit drei Lehrstühlen münden soll.
Die Pläne dafür werden nach Angaben der Augsburger FDP-Bundestagsabgeordneten Miriam Gruß zunehmend konkret und waren jetzt auch Thema im bayerischen Ministerrat.
Laut Gruß schlägt eine Arbeitsgruppe aus Experten Folgendes vor: Es sollen drei Lehrstühle in den Bereichen Umweltmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie /Informationsmanagement eingerichtet werden, die an die Medizinischen Fakultäten der Universität München, der TU München und die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität Augsburg angebunden werden sollen.
Altersforschung könnte eine der ersten Aufgaben sein
Forschungsfelder sollten in Anknüpfung an bereits bestehende Kompetenzbereiche des Klinikums Augsburg die Präventionsforschung, die Alters-/Alternsforschung und die Versorgungsforschung sein.
Als mögliche Start-Themen wurden die Herz-Kreislauf-Forschung sowie die Infektiologie genannt. (AZ/cf)
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